US-Häfen bleiben vorerst britisch
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US-Häfen bleiben vorerst britisch

Die umstrittene Übernahme von sechs US-Häfen an der Ostküste durch ein Unternehmn aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ist vorerst auf Eis gelegt. Das Unternehmen will die Prüfung des Vertrags durch den US-Kongress abwarten.

Die staatseigene Firma Dubai Ports World (DP World) erklärte am Donnerstagabend in Dubai, sie werde so lange nicht die Kontrolle über die Häfen übernehmen, bis die US-Abgeordneten und -Senatoren den Vertrag geprüft hätten.

Im Kongress in Washington war das Vorhaben auf harsche Kritik gestossen. Unter anderem wurde argumentiert, in Zeiten des Kampfes gegen den Terrorismus könne die Kontrolle über Seehäfen nicht an eine arabische Firma abgegeben werden.

Nirgendwo sonst habe es solche Reaktionen gegeben wie in den USA, erklärte der Chef von DP World, Ted Bilkey. «Wir müssen die Sorgen der Menschen in den USA verstehen», sagte er. Sicherheit gehe jeden etwas an.

Häfen bleiben vorerst in britischem Besitz

Kurz zuvor hatte der US-Präsidentenberater Karl Rove angekündigt, Präsident George W. Bush erwäge eine Verschiebung der Entscheidung über die Übernahme. Es gebe einige «regulatorische Hürden», die in der kommenden Woche genommen werden sollten, sagte Rove dem Sender Fox News Radio.

Der demokratische Senator Chuck Schumer begrüsste den Schritt, mit dem eine für alle genehme Lösung gefunden werden könne. Bush hatte zunächst mit einem Veto gedroht, sollte der Kongress die Übernahme blockieren.

DP World will von dem britischen Unternehmen P&O die Häfen in New York, Miami, Newark, Baltimore, New Orleans und Philadelphia übernehmen. Der Deal ist Medienberichten zufolge 6,8 Milliarden Dollar wert. DP World beauftragte inzwischen den früheren US- Senator Bob Dole mit einer Werbekampgne zugunsten der Firma.

(sda)

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