Aktualisiert 07.03.2014 11:42

EnthülltUS-Magazin will Bitcoin-Erfinder entlarvt haben

Ein 64-jähriger Computercrack mit japanischen Wurzeln soll die «Hacker-Währung» Bitcoin erfunden haben. Für diese Behauptung wird ein Magazin scharf kritisiert.

von
sts

Der Erfinder der Digital-Währung Bitcoin ist bislang ein Phantom. Oft wird eine Hacker-Gruppe dahinter vermutet. Das US-Magazin ««Newsweek»» behauptet nun, einen bescheiden lebenden Mann aus Kalifornien als Erfinder des Bitcoin ausgemacht zu haben. Der Japaner, der sich in Internetforen Satoshi Nakamoto nennt, heisse auch im wahren Leben so, wird spekuliert. Der 64-Jährige lebe schon seit seiner Kindheit in den USA und arbeite dort als Computerexperte.

Im Artikel ist eine Reihe von Indizien aufgeführt, die auf Nakamoto als Vater des Bitcoin hindeuten würden, darunter Hinweise seiner Bekannten, Auffälligkeiten im Programmcode sowie seinen Schreib- und Sprachstil. Eine definitive Bestätigung gibt es jedoch nicht. «Ich kann nicht darüber sprechen», sagte der Computercrack dem Bericht zufolge.

Geheime Projekte fürs Militär

Laut dem US-Magazin hat der mögliche Gründer Physik studiert und vor 40 Jahren seinen Namen in Dorian S. Nakamoto geändert. Er soll an geheimen Projekten für grosse Konzerne und das Militär gearbeitet haben. Heute lebe er in einem schlichten Einfamilienhaus in Kalifornien.

Aus der Bitcoin-Entwicklergemeinde kam Kritik, dass «Newsweek» mit seiner Behauptung den Mann zum Ziel potenzieller Attacken gemacht habe. Einer der frühen Bitcoin-Entwickler, Gavin Andresen, bedauerte öffentlich, mit dem Medium gesprochen zu haben. (sts/sda)

Wertvolle Währung

Die Grundidee der 2009 zu Zeiten der Finanzkrise gestarteten Bitcoins ist ein Zahlungsverkehr, der unabhängig von Regierungen und Banken funktioniert. Bitcoins werden durch komplexe Rechenprozesse am Computer erzeugt. Die «Hacker-Währung» lässt sich in reales Geld eintauschen. Ihr Erfinder soll Bitcoins im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar haben.

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