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PiratenUS-Marine weiss nichts von Lösegeldforderung

Die US-Marine und der saudi-arabische Schiffseigner des gekaperten Supertankers vor Somalia haben Berichte über Lösegeldforderungen der Piraten nicht bestätigt.

«Ich habe die Berichte gelesen, aber ich kann nichts davon bestätigen», sagte ein Sprecher der in Bahrain stationierten 5. US-Flotte. Die US-Marine habe keine neuen Informationen zu der Entführung, vermute aber, die «Sirius Star» liege weiterhin vor der somalischen Küste bei Haradhere vor Anker.

Auch ein Sprecher der betroffenen Reederei Saudi Aramco erklärte, er wisse nichts Neues. Berichte über ein Lösegeld in Höhe von 25 Millionen Dollar wollte er nicht kommentieren.

Der Supertanker mit zwei Millionen Barrel Öl an Bord war vor einer Woche von somalischen Piraten gekapert worden. Gemäss dem arabischen TV-Sender Al-Dschasira verlangen die Piraten 25 Millionen Dollar für die Freigabe des Schiffes. Für die Übergabe des Lösegeldes setzten sie eine Frist von zehn Tagen, andernfalls hätten die Schiffseigner «verheerende Folgen» zu tragen.

Umweg in Kauf nehmen

Der dänische Reederei-Konzern A.P.Mller-Maersk ändert ab sofort den Kurs seiner Tanker und anderer langsamer Schiffe auf dem Weg nach Asien. Wie Unternehmenssprecher Sren Skou in Kopenhagen bestätigte, dürfen die betroffenen Schiffe nicht mehr den Suez- Kanal und den sich anschliessenden Golf von Aden benutzen, wenn sie zwischen Europa und Fernost verkehren.

Stattdessen müssen sie den um ein Vielfaches längeren Weg um das Kap der Guten Hoffnung am südlichen Zipfel Afrikas nehmen. (sda)

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