Anhörung im Repräsentantenhaus: US-Militär rätselt über UFOs – «Nicht identifizierte Luftphänomene sind real»
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Anhörung im Repräsentantenhaus US-Militär rätselt über UFOs – «Nicht identifizierte Luftphänomene sind real»

Am Dienstag haben sich hochrangige US-Militärs erstmals seit mehr als 50 Jahren im Repräsentantenhaus öffentlich über UFOs geäussert. Eine eindeutige Schlussfolgerung ist nicht gezogen worden.

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama bestätigte vergangenes Jahr die Sichtung von UFOs. 

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Zahlreiche Beobachtungen von unidentifizierten Flugobjekten aus den vergangenen Jahren geben dem US-Militär weiterhin Rätsel auf. Das ging am Dienstag bei der ersten Anhörung zu «nicht identifizierten Luftphänomenen» (UAP) – dem vom US-Militär genutzten Begriff für UFOs – im US-Repräsentantenhaus seit mehr als 50 Jahren hervor. Der Vizedirektor des Marine-Geheimdienstes (ONI), Scott Bray, sagte, es gebe eine Reihe von Beobachtungen, die ungeklärt seien. Die UAP-Task-Force in seiner Behörde habe aber keine Belege dafür, dass die nicht identifizierten Objekte ausserirdischen Ursprungs seien.

Der Vizedirektor des Marine-Geheimdienstes Scott Bray (l.) und Pentagon-Mitarbeiter Ronald Moultrie bei der Anhörung.

Der Vizedirektor des Marine-Geheimdienstes Scott Bray (l.) und Pentagon-Mitarbeiter Ronald Moultrie bei der Anhörung.

AFP

«Keiner weiss, ob es ausserirdisches Leben gibt»

Der Vorsitzende des Unterausschusses für Spionageabwehr im Repräsentantenhaus, Andre Carson, sagte: «UAP sind unerklärlich, das ist wahr. Aber sie sind real. Sie müssen untersucht werden.» Der Abgeordnete Peter Welch merkte an: «Keiner weiss, ob es ausserirdisches Leben gibt. Es ist ein grosses Universum. Und es wäre ziemlich anmassend, eine eindeutige Schlussfolgerung zu ziehen.» Der hochrangige Pentagon-Mitarbeiter Ronald Moultrie, der sich bei der Anhörung als Science-Fiction-Fan outete, sagte: «Wir sind offen für alle Hypothesen und Schlussfolgerungen, auf die wir stossen könnten.» 

Nur ein Teil der Anhörung war öffentlich. Mehrere Fragen der Abgeordneten an Bray und Moultrie sollten danach hinter verschlossenen Türen diskutiert werden. Im Juni vergangenen Jahres hatten die US-Geheimdienste einen Bericht zu UAP vorgelegt. Daraus ging hervor, dass es keine Erklärungen für rund 140 Himmelserscheinungen aus den vergangenen zwei Jahrzehnten gab.  

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(DPA/job)

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