Kluge Waffe: US-Militär testet selbstzielendes Gewehr
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Kluge WaffeUS-Militär testet selbstzielendes Gewehr

Smart Rifles sind der letzte Schrei in der Waffentechnik. Die US-Armee hat jetzt offenbar zu Testzwecken mehrere solcher Gewehre erworben, die automatisch zielen.

von
lmm

Die Firma Tracking Point verkauft seit bald einem Jahr Smart Rifles – mitdenkende Gewehre, die per iPad gesteuert werden und automatisch zielen, wenn das Ziel einmal bestimmt ist. Was ursprünglich vor allem für Jäger gedacht war, ist nun auch im Militär angekommen: Wie die englische Zeitung «Daily Mail» berichtet, hat die amerikanische Armee sechs Testwaffen von Tracking Point zum Preis von je 27'000 Dollar gekauft. Damit kann jeder Soldat zum Scharfschützen werden.

Die Waffe läuft mit einem Computer auf Linux-Basis. Ihre Sensoren untersuchen die Zielgegend, der Entfernungsmesser bestimmt die Distanz, Wind und Laufkrümmung werden mit einberechnet. Ist man in einer Gruppe unterwegs, können die Gewehre per WLAN verbunden werden: So kann man eine Zielmarkierung weitergeben, wenn zum Beispiel ein anderer Schütze einen besseren Schusswinkel hat.

«Fast wie ein Videospiel»

Die Waffe wird mit einem iPad gesteuert. Jeder Schuss kann aufgezeichnet, Videos und Trefferinformationen können per App über Facebook und Twitter geteilt werden. Es sei «fast wie ein Videospiel», schrieb eine Journalistin, nachdem sie die Waffe getestet hatte.

Waffengegner sehen in Smart Rifles hingegen vor allem eine weitere Perversion. Die Waffengegner der amerikanischen «Coalition to Stop Gun Violence» kritisieren, die Waffe ermögliche jedem Laien, einen Menschen aus grosser Entfernung zu erschiessen. Bisher wurden rund 500 Smart Rifles verkauft, die Warteliste soll sehr lang sein.

Auf der Jagd mit Tracking Point:

(Quelle: Youtube/Tracking Point)

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