0,25 Punkte: US-Notenbank hebt Leitzins an
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0,25 PunkteUS-Notenbank hebt Leitzins an

Siebente Leitzinsanhebung seit der Zinswende im Dezember 2015: Die Federal Reserve hebt den Leitzins erneut auf ein höheres Niveau.

von
chi
US-Notenbank-Chef Jerome Powell während der Pressekonferenz in Washington.

US-Notenbank-Chef Jerome Powell während der Pressekonferenz in Washington.

AFP/Andrew Caballero-reynolds

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ihren Leitzins weiter angehoben. Der Schlüsselsatz, zu dem sich Banken gegenseitig Geld leihen, steige um 0,25 Punkte auf eine Spanne von 1,75 bis 2,00 Prozent, teilten die Währungshüter am Mittwoch in Washington mit.

Dies ist die siebente Leitzinsanhebung seit der Zinswende im Dezember 2015. Höher lag der Leitzins zuletzt vor dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise im Herbst 2008. Zudem signalisierte die US-Notenbank zwei weitere Zinserhöhungen für 2018.

Kredite werden teurer

An den Finanzmärkten war fest mit dieser Entscheidung gerechnet worden. Die Notenbank begründete den zweiten Zinsschritt in diesem Jahr mit der guten Lage der Konjunktur und des Arbeitsmarkts.

Mit der Leitzinserhöhung steigen zunächst die Kosten für Geld, das Banken sich über Nacht untereinander leihen. Doch dadurch werden tendenziell auch Kredite für Unternehmen und Verbraucher teurer. So kann die Notenbank die brummende Konjunktur bremsen und einer möglicherweise drohenden Überhitzung der Wirtschaft entgegenwirken.

Niedrige Erwerbslosenquote

Die US-Notenbank hat den Auftrag, mit ihrer Geldpolitik die Beschäftigung zu fördern und das Preisniveau stabil zu halten. Dank des US-Wirtschaftsbooms floriert der Arbeitsmarkt, so dass die Fed Spielraum hat, ihren Kurs zu straffen. Die Erwerbslosenquote lag zuletzt bei 3,8 Prozent - so niedrig wie seit 18 Jahren nicht mehr.

Zugleich muss die Notenbank zunehmend aufpassen, dass die Teuerung nicht aus dem Ruder läuft. Die Jahresinflationsrate erreichte im Mai mit 2,8 Prozent den höchsten Wert seit mehr als sechs Jahren. Die Fed strebt eigentlich eine Rate von zwei Prozent an. Höhere Zinsen sind ein Mittel, mit dem Preisauftrieb gedämpft werden kann.

KORREKTUR: In einer früheren Version dieses Artikels wurde irrtümlich Janet Yellen als US-Notenbank-Chefin bezeichnet. Im Februar 2018 hat jedoch Jerome Powell ihre Nachfolge angetreten. Wir entschuldigen uns für den Fehler. (chi/afp)

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