US-Ölpreis stabilisiert sich bei über 130 Dollar
Aktualisiert

US-Ölpreis stabilisiert sich bei über 130 Dollar

Der US-Ölpreis hat sich stabil über der Marke von 130 Dollar gehalten.

Im asiatischen Handel kostete ein Fass der US-Referenzsorte WTI zur Auslieferung im Juli 131.21 Dollar und damit 40 Cent mehr als im späten Vortageshandel.

Zwischenzeitlich hatte der WTI-Ölpreis am Donnerstag ein Rekordhoch von 135.09 Dollar erreicht. Nach dem Sprung über die Marke von 135 Dollar hatten Gewinnmitnahmen den Preis wieder in die Nähe von 130 Dollar gedrückt. Trotz der jüngsten Gewinnmitnahmen könne von einer Entspannung keine Rede sein, sagten Experten.

Der Generalsekretär der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC), Abdallah el Badri, wies eine Verantwortung des Kartells für den stark gestiegenen Ölpreis zurück. Die Öl-Vorräte seien gross, und es gebe keine Lieferengpässe, sagte er am Donnerstag (Ortszeit) bei einer Konferenz zum Ölpreis in Ecuadors Hauptstadt Quito.

Wenn es in der Vergangenheit Probleme mit der Öl-Fördermenge gegeben habe, habe sich die OPEC immer bemüht, diese zu korrigieren. Derzeit gebe es in den USA jedoch eine Rezession, und die Dollar-Schwäche verteuere den Ölpreis. Als weiteren Faktor für die Preisteigerungen nannte el Badri Spekulanten.

Auch die Förderländer seien «nicht glücklich über den Anstieg der Ölpreise», betonte el Badri. Der Markt sei «verrückt». El Badri besucht nach Gesprächen mit Venezuelas Staatschef Hugo Chávez und dessen Energieminister Rafael Ramírez bis Samstag Ecuador, das kleinste Öl-Förderland in der OPEC.

(sda)

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