Militärprozess: US-Offizier bestreitet Mord an irakischen Gefangenen
Aktualisiert

MilitärprozessUS-Offizier bestreitet Mord an irakischen Gefangenen

Im US-Militärprozess um den Mord an vier irakischen Gefangenen steht der höchstrangige Angeklagte vor Gericht. Der US-Hauptfeldwebel John E. Hatley erklärte sich zum Auftakt des Verfahrens im bayerischen Vilseck (D) für unschuldig.

Ihm wird vorgeworfen, beim Einsatz in Bagdad zusammen mit zwei Kameraden im Frühjahr 2007 die Gefangenen gefesselt, in den Hinterkopf geschossen und die Leichen dann in einen Kanal geworfen zu haben. Zudem wird ihm ein weiterer Mord an einem Iraker im Januar 2007 zur Last gelegt.

Hatleys Mitangeklagte wurden bereits zu lebenslanger Haft verurteilt. Einer von ihnen hat die Tat gestanden. Zeugenaussagen zufolge war die Truppe frustriert darüber, dass sie die Gefangenen aus Mangel an Beweisen hätte freilassen müssen. Die Leichen wurden nie gefunden.

Ausser den Zeugenaussagen gebe es keinerlei handfeste Beweise, argumentierte Hatleys Zivilverteidiger zum Prozessauftakt. Der Hauptfeldwebel ist zurzeit in Deutschland stationiert.

(sda)

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