Fotos von Osama: US-Parlamentarier dürfen toten Bin Laden sehen
Aktualisiert

Fotos von OsamaUS-Parlamentarier dürfen toten Bin Laden sehen

Zwar hat sich die US-Regierung gegen die Veröffentlichung der Fotos des toten Osama bin Ladens entschieden, doch einige Kongressabgeordnete bekommen sie nun doch zu sehen.

Eine Sprecherin des demokratischen Vertreters des zweiten Kongresswahlbezirks von Maryland, Dutch Ruppersberger, sagte am Mittwoch, der Abgeordnete wolle die Fotos noch am Nachmittag oder am Donnerstag im CIA-Hauptquartier anschauen.

Ruppersberger ist Mitglied des Geheimdienstausschusses des Repräsentantenhauses. Seiner Sprecherin zufolge sind alle Mitglieder des Ausschusses unter den Abgeordneten, die die Fotos sehen dürfen.

«Bin Ladens Tod ist eine Katastrophe»

Bin Laden war Anfang des Monats von einer US-Spezialeinheit bei einer Geheimoperation in Pakistan getötet worden. Ein Schuss hatte ihn nach US-Angaben über dem linken Auge getroffen, wodurch ihm ein Teil des Schädels weggeschossen wurde. Präsident Barack Obama hatte anfangs erwogen, zumindest ein Foto zu veröffentlichen, sich dann aber dagegen entschieden.

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Wer wird Obamas Herausforderer?

Die Erschiessung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden hat einer Umfrage zufolge die Chancen von US-Präsident Barack Obama auf eine zweite Amtszeit erhöht. In einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung liegt Obama deutlich vor einer Reihe möglicher Gegenkandidaten der Republikaner.

Hier wurde Osama Bin Laden getötet

Die besten Chancen hätten dabei die ehemaligen Gouverneure Mike Huckabee und Mitt Romney, die beide allerdings mehr als zehn Prozentpunkte hinter Obama landen würden. 45 Prozent der Befragten rechnen damit, dass Obama bei der Präsidentenwahl im nächsten Jahr erneut gewinnt. Das sind zehn Prozentpunkte mehr im Vergleich zu einer Umfrage, die vor der Kongresswahl im vergangenen November erhoben wurde.

Obama plant nach Bin-Laden-Tod Rede an muslimische Welt

Nach der Tötung von El-Kaida-Chef bin Laden plant US-Präsident Barack Obama eine Rede an die muslimische Welt. Obama werde dabei auch die Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten ansprechen, sagte sein stellvertretender Nationaler Sicherheitsberater Ben Rhodes.

Rhodes nannte kein genaues Datum für die Rede. Allerdings sagte er, Obama werde sich wahrscheinlich an die muslimische Welt wenden, bevor er am 23. Mai zu einer fünftägigen Reise nach Europa aufbreche. Das Weisse Haus bestätigte, dass der Präsident eine entsprechende Rede plane. Zu dem möglichen Zeitpunkt machte Sprecher Jay Carney aber keine Angaben.

Obama hatte bereits im Juni 2009 in Kairo wenige Monate nach seinem Amtsantritt eine vielbeachtete Rede an die muslimische Welt gehalten, in der er einen Neuanfang in den Beziehungen mit den USA angeboten hatte. (sda)

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