US-Politiker fordern Herzogin Meghans Aberkennung der royalen Titel

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«Sie soll Schauspielerin bleiben»US-Politiker fordern Herzogin Meghans Aberkennung der royalen Titel

Seit ihrem Rücktritt zeigt die Herzogin von Sussex immer mehr Interesse an der US-Politik. Damit bringt sie nun allerdings Vertreterinnen und Vertreter der Republikaner gegen sich auf.

von
Katrin Ofner
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Ihr Mann ist ein britischer Prinz. Aus diesem Grund wird von Herzogin Meghan eigentlich vornehme Zurückhaltung erwartet, wenn es um das Thema Politik geht.

Ihr Mann ist ein britischer Prinz. Aus diesem Grund wird von Herzogin Meghan eigentlich vornehme Zurückhaltung erwartet, wenn es um das Thema Politik geht.

imago images/ZUMA Wire
Doch die 40-Jährige bricht immer wieder mit der royalen Tradition. 

Doch die 40-Jährige bricht immer wieder mit der royalen Tradition.

AFP/Angela Weiss
Schon im Rahmen der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl hatte Meghan Wahlberechtigte immer wieder dazu aufgefordert, ihre Stimme abzugeben. 

Schon im Rahmen der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl hatte Meghan Wahlberechtigte immer wieder dazu aufgefordert, ihre Stimme abzugeben.

AFP/Angela Weiss

Darum gehts

  • Herzogin Meghan (40) spricht sich regelmässig in politischen Belangen aus und bezieht dabei auch klar Stellung.

  • So forderte sie erst kürzlich bezahlte Elternzeit als nationales Recht.

  • Mit ihrer Einmischung macht sich die 40-Jährige allerdings keine Freunde in der US-Politik. Insbesondere, weil sie dies nach wie vor mit dem Titel Herzogin von Sussex tut.

  • Der republikanische Kongressabgeordnete Jason Smith (41) sowie die Kongressabgeordnete Lisa McClain (55) bitten deshalb nun die britische Königsfamilie, dass sie Prinz Harry (37) und seiner Frau die royalen Titel entziehen.

Ein Gesetz gibt es zwar nicht, doch die britischen Royals sollten sich politisch neutral verhalten. Obwohl sich Herzogin Meghan und Prinz Harry (37) Anfang 2020 als Senior Royals aus der britischen Königsfamilie zurückgezogen haben und inzwischen in den USA leben, erwartet man in dieser Angelegenheit also vornehme Zurückhaltung von den beiden. Doch die 40-Jährige fällt immer wieder aus der royalen Rolle und bringt damit jetzt sogar US-Politikerinnen und -Politiker gegen sich auf.

Erst jüngst schrieb Meghan einen Brief an die Demokratin Nancy Pelosi (81), Sprecherin des Repräsentantenhauses, und Chuck Schumer (70), den Mehrheitsführer der Demokraten im US-Senat, in dem sie auf bezahlte Elternzeit als nationales Recht besteht. Dabei nimmt die Herzogin auch Bezug auf ihre eigene Kindheit und schreibt, wie aussergewöhnlich es für sie selbst war, gemeinsam mit der Familie etwa ein günstiges Essen in einer Restaurantkette zu geniessen. Aussagen, die gemäss der «Daily Mail» bei den Republikanerinnen und Republikanern nicht gut ankommen.

Kongressabgeordneter fordert Konsequenzen

Insbesondere der Kongressabgeordnete Jason Smith findet gegenüber der britischen Zeitung, dass sich Meghan damit bei der Arbeiterklasse beliebt machen will, wobei das Gesetz zur Elternzeit ja in Wirklichkeit nur vermögende Familien bevorzugen würde. Ebenso, dass sie das Schreiben auf einem offiziellen – und damit königlichem – Briefbogen der Sussexes verfasst hat, stösst auf Kritik. Der 41-Jährige fordert daher die britische Königsfamilie auf, endlich Konsequenzen aus dem politischen Handeln von Harry und Meghan zu ziehen.

«Die jüngste Einmischung von Frau Markle in die US-Politik wirft für mich die Frage auf, warum die königliche Familie ihr und Harry nicht einfach offiziell ihre Titel entziehen, zumal sie darauf besteht, dies unter dem Titel der Herzogin von Sussex zu senden», so der Republikaner gegenüber der britischen Zeitung.

«Wie viele Eltern waren wir überwältigt»

Unterstützung bekommt Smith von der republikanischen Kongressabgeordneten Lisa McClain. «Meghan Markle ist unglaublich weit vom amerikanischen Volk entfernt und sollte sich an die Schauspielerei halten, anstatt zu versuchen, Politik zu machen. Das Letzte, was wir jetzt brauchen, sind wohlhabende Prominente, die ihre liberalen Pläne dem amerikanischen Volk aufdrängen», sagt die 55-Jährige der «Daily Mail».

Einige Sussex-Fans dürften sich über die Ansicht von McClain allerdings wundern. Schliesslich hat Meghan in ihrem Brief selbst zugegeben, dass sie sich in einer privilegierten Situation befindet und sich im Gegensatz zu anderen Eltern nicht mit der Frage beschäftigen mussten, ob es besser sei, die ersten Monate mit dem Baby zu verbringen oder zu arbeiten.

«Im Juni konnten mein Mann und ich unser zweites Kind willkommen heissen. Wie alle Eltern waren wir überglücklich. Wie viele Eltern waren wir überwältigt», so die Herzogin – und fügte an: «Wir wussten, wir können sie in dieser wichtigen Phase mit nach Hause nehmen und uns ganz unseren Kindern widmen.»

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