Aktualisiert 06.04.2015 19:14

Atom-Deal mit Iran

US-Politikerin vergleicht Obama mit Lubitz

Der Kompromiss im Atomstreit sorgt vor allem bei den Obama-Gegnern für Kritik. Michele Bachmann zog auf Facebook einen heiklen Vergleich. Der Shitstorm liess nicht lange auf sich warten.

von
dia
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Die Republikanerin Michele Bachmann hat im Netz Entrüstung ausgelöst.

Die Republikanerin Michele Bachmann hat im Netz Entrüstung ausgelöst.

Keystone/AP/Steve Helber
So verglich sie den US-Präsidenten Barack Obama mit ...

So verglich sie den US-Präsidenten Barack Obama mit ...

Keystone/George Frey
... dem Co-Piloten Andreas Lubitz, der für den Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen verantwortlich ist.

... dem Co-Piloten Andreas Lubitz, der für den Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen verantwortlich ist.

AFP/Foto Team Mueller

Der Atom-Deal mit dem Iran hat die Republikanerin Michele Bachmann derart erzürnt, dass sie auf Facebook ihrer Wut freien Lauf liess. «Barack Obama ist für die 300 Millionen Seelen der Vereinigten Staaten das, was Andreas Lubitz für die 150 Seelen auf dem Germanwings-Flug gewesen ist – ein geistesgestörter Pilot, der seine ganze Nation gegen die Felsen fliegt», lautet der Post der US-Politikerin.

Bereits in der vergangenen Woche veröffentlichte Bachmann diese Worte auf Facebook. Auf Twitter und Facebook wurde der Post tausendfach geteilt. Die Reaktionen war heftig, über Bachmann brach ein Shitstorm herein. So lautete einer der Kommentare: «Sie sind eine Schande und eine Peinlichkeit für die Nation, insbesondere für uns Menschen in Minnesota.» Andere nannten ihre Aussage «geschmacklos» oder «scheusslich». Einer riet ihr gar: «Sie sollten sich professionelle Hilfe holen.»

Es ist bei Weitem nicht das erste Mal, dass sich die ehemalige Kongressabgeordnete mit öffentlichen Äusserungen ins Abseits stellte. Bachmann, dessen Ehemann ursprünglich aus der Schweiz stammt, forderte im vergangenen Jahr beispielsweise den US-Präsidenten auf, die Atomanlagen im Iran zu bombardieren. Zum Gespött machte sie sich mit einer Aussage 2012. So erklärte sie, wenn sie Präsidentin wäre, gäbe es im Iran keine US-Botschaft mehr. Leider vergass sie, dass es bereits seit Jahrzehnten keinen US-Botschafter im Iran gibt.

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