US-Raketentest erneut fehlgeschlagen
Aktualisiert

US-Raketentest erneut fehlgeschlagen

Zum zweiten Mal seit Dezember ist ein Test für das geplante Raketenabwehrschild der USA fehlgeschlagen.

Die Abfangrakete sei aus bislang unbekannten Gründen nicht von einem Militärstützpunkt auf den Marshall-Inseln im Pazifik gestartet.

Dies teilte die US-Agentur für Raketenabwehr (MDA) am Montag in Washington mit. Erste Hinweise deuteten auf einen Defekt in der Startanlage hin. Die Rakete hätte eine von der Kodiak-Insel in Alaska gestartete Interkontinentalrakete mit Gefechtskopfattrappe abfangen sollen.

Bereits der letzte Test war am 15. Dezember vergangenen Jahres wegen technischer Probleme beim Start fehlgeschlagen. Damit sind bislang nur fünf von insgesamt zehn Tests erfolgreich verlaufen.

Mit dem Raketenschutzschild, dessen Idee auf die Strategische Verteidigungsinitiative des früheren US-Präsidenten Ronald Reagan zurückgeht, wollen sich die USA vom Boden, aus der Luft und aus dem Wasser heraus vor ausländischen Raketenangriffen schützen - wie beispielsweise vor Langstreckenraketen aus Nordkorea.

US-Präsident George W. Bush hatte bereits ein bodengestützes Grundsystem im vergangenen Jahr in Betrieb nehmen wollen. Kritiker halten das Projekt eines Raketenabwehrschildes beispielsweise gegen mehrere gleichzeitig angreifende Raketen als technisch nicht durchführbar.

(sda)

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