Aktualisiert 05.10.2004 05:16

US-Raumfahrtpionier gestorben

Der US-Raumfahrtpionier Gordon Cooper ist tot. Im Alter von 77 Jahren starb der frühere Astronaut am Montag in seinem Haus in Ventura im Bundesstaat Kalifornien, wie die Raumfahrtbehörde NASA mitteilte.

Cooper hatte im Mai 1963 einen Rekord aufgestellt: An Bord der legendären Raumkapsel Mercury kreiste er in 34 Stunden 22 Mal um die Erde. Er war damit mehr als dreimal länger im Weltraum als jeder Mensch vor ihm - und er war der erste Mensch, der im All schlief.

Mit dem Flug habe Cooper «die Unterstützung und die Begeisterung der amerkanischen Öffentlichkeit gewonnen, die so wichtig für den Entdeckergeist war», hiess es in einer Erklärung von NASA-Chef Sean O'Keefe zum Tod des Pioniers.

Cooper war der letzte der sieben US-Astronauten, die sich an Bord der Mercury-Raumkapsel ins Weltall aufmachten. Der Schriftsteller Tom Wolfe verewigte die «Mercury-Sieben» in seinem Bestseller «The Right Stuff» (deutscher Titel: «Der Stoff, aus dem die Helden sind»). 1983 wurde der Roman in Hollywood verfilmt. Dennis Quaid spielte in dem Streifen die Rolle von Gordon Cooper.

Cooper wurde 1927 im Bundesstaat Oklahoma geboren. Er war ausgebildeter Luftwaffen-Pilot. Zwischen 1950 und 1954 war er in Deutschland stationiert. Zur Todesursache machte die NASA keine Angaben.

(sda)

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