24.07.2020 00:20

Corona-Hotspot Florida

US-Republikaner sagen Parteitag in Jacksonville ab

Im US-Bundesstaat Florida hat sich die Corona-Situation zuletzt deutlich zugespitzt. Die Republikaner werden ihren für Ende August geplanten Parteitag daher nicht dort durchführen.

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«Es gibt in unserem Land nicht wichtigeres als die Sicherheit unserer Menschen»: Die Republikaner sagen angesichts steigender Corona-Zahlen ihren Parteitag in Florida ab.

«Es gibt in unserem Land nicht wichtigeres als die Sicherheit unserer Menschen»: Die Republikaner sagen angesichts steigender Corona-Zahlen ihren Parteitag in Florida ab.

KEYSTONE
Der Neustart seines Wahlkampfs Ende Juni ist für US-Präsident Donald Trump bei der ersten Massenkundgebung seit Beginn der Corona-Krise enttäuschend verlaufen.

Der Neustart seines Wahlkampfs Ende Juni ist für US-Präsident Donald Trump bei der ersten Massenkundgebung seit Beginn der Corona-Krise enttäuschend verlaufen.

Keystone-sda.ch
Bei der Veranstaltung in einer Arena in Tulsa (Oklahoma) blieben am 20. Juni zahlreiche der gut rund 19’200 Plätze leer.

Bei der Veranstaltung in einer Arena in Tulsa (Oklahoma) blieben am 20. Juni zahlreiche der gut rund 19’200 Plätze leer.

Keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Die US-Republikaner sagen ihren für Ende August geplanten Parteitag in Florida ab.
  • Grund sind die steigenden Corona-Neuinfektionen im US-Bundesstaat.
  • Die Nominierung Trumps zum Kandidaten für die Präsidentenwahl soll in kleinerem Rahmen in Charlotte im Bundesstaat North Carolina erfolgen.

Wegen des «Aufflammens» der Corona-Pandemie im US-Bundesstaat Florida hat Präsident Donald Trump den dort für Ende August geplanten Parteitag der Republikaner abgesagt. «Der Zeitpunkt für die Veranstaltung ist nicht richtig», sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) im Weissen Haus. «Ich muss das amerikanische Volk beschützen." Es gebe nichts Wichtigeres, als die Sicherheit der Amerikaner. Die formelle Nominierung Trumps zum Kandidaten für die Präsidentenwahl am 3. November soll nun in kleinerem Rahmen in Charlotte im Bundesstaat North Carolina erfolgen. In welchem Rahmen er seine Nominierungsrede halten werde, sei noch nicht entschieden.

Mit der Absage der in Florida geplanten Grossveranstaltung vollzog Trump eine Kehrtwende. Erst im Juni hatte er die Verlegung von Teilen des ursprünglich in Charlotte geplanten Parteitags mit rund 19 000 Delegierten angekündigt. North Carolinas Gouverneur Roy Cooper hatte wegen der Corona-Pandemie erklärt, eine solche Grossveranstaltung werde nur unter Auflagen wie dem Tragen von Masken und weniger Teilnehmern möglich sein.

Trump will «Vorbild» sein

«Wir hatten eine gewaltige Sache geplant», sagte Trump am Donnerstag. Er wolle sich aber nicht in der Situation wiederfinden, in der ihm vorgeworfen werde, etwas Unsicheres zu tun. Vielmehr wolle er ein «Vorbild» sein.

Kritiker werfen dem Präsidenten das Gegenteil vor. Trump hat schon früh in der Pandemie auf eine Wiedereröffnung der Wirtschaft und eine rasche Rückkehr zum Normalbetrieb gedrängt. Im Juni hielt er nach einer mehrmonatigen Unterbrechung gegen den Rat von Experten eine Wahlkampfveranstaltung vor mehreren Tausend Anhängern in einer geschlossenen Halle ab.

Die Parteivorsitzende der Republikaner, Ronna McDaniel, hatte noch am Montag gesagt, der Präsident werde bei dem Parteitag vor Delegierten sprechen. Es sei möglich, Gesundheit und die Wiedereröffnung der Wirtschaft in Einklang zu bringen – und das werde man beim Parteitag beweisen.

Auch Demokraten nominieren in kleinem Rahmen

Seit Mitte Juni hat sich jedoch die Corona-Situation in Florida deutlich zugespitzt. In dem Staat mit gut 21 Millionen Einwohnern gibt es inzwischen rund 400 000 bekannte Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2. Jacksonville gehört zu den stark betroffenen Gebieten.

In den USA entscheidet jeder der 50 Bundesstaaten separat darüber, welche Corona-Auflagen zu welchem Zeitpunkt gelten und wann es Zeit für Lockerungen ist. Voll besuchte Grossveranstaltungen gelten jedoch bislang fast überall als tabu.

Die Demokraten werden ihren für August geplanten Parteitag zur Nominierung ihres Präsidentschaftskandidaten ebenfalls zumeist virtuell abhalten. Ex-Vizepräsident Joe Biden soll die Nominierung als Kandidat aber am ursprünglichen Veranstaltungsort in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin entgegennehmen, hiess es. Die Delegierten sollen aber wegen der Corona-Pandemie nicht anreisen.

(SDA)

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3 Kommentare
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Hans

24.07.2020, 01:57

Habe Dünnschiss