Aktualisiert 14.06.2005 07:33

US-Senat entschuldigt sich für Lynchjustiz

Der US-Senat hat sich für seine Tatenlosigkeit während der Zeit der Lynchjustiz entschuldigt. Per Akklamation nahm er am Montag eine Resolution an, mit der bedauert wird, dass der Kongress jahrzehntelang kein Gesetz gegen die Lynchjustiz verabschiedete.

Die Entschuldigung erfolge im Geiste wahrer Reue und solle zur Versöhnung beitragen, heisst es in der Resolution. In der Zeit zwischen 1882 und 1968 sind nach Angaben des Senats in den USA mehr als 4700 Menschen Lynchmorden zum Opfer gefallen.

Sieben US-Präsidenten hätten während der Zeit von 1890 bis 1952 den Kongress vergeblich aufgefordert, das Lynchen per Gesetz zu beenden. Vor allem im Süden der USA waren Lynchmorde lange Zeit ein grausames Mittel weisser Rassisten zur Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung. (sda)

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