«Ich sollte den Flughafen sichern»: US-Söldner in Venezuela nach Putschversuch verhaftet

Aktualisiert

«Ich sollte den Flughafen sichern»US-Söldner in Venezuela nach Putschversuch verhaftet

Luke Denman ist einer von zwei Amerikanern, die diese Woche in Venezuela festgenommen wurden. Die Söldner sollen geplant haben, den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro zu stürzen. Denman gibt an, US-Präsident Donald Trump habe dies befehligt.

Darum gehts

  • Ein angeblich bei einem Invasionsversuch in Venezuela festgenommener US-Söldner gibt an, dass er Präsident Nicolas Maduro entführen sollte.
  • «Ich dachte, ich helfe den Venezolanern, die Kontrolle über ihr Land wiederzuerlangen», sagt Luke Denman.
  • Er gibt an, seine Söldnertruppe habe den Auftrag von US-Präsident Trump erhalten. Die USA dementieren eine Beteiligung.
  • Kritiker werfen der autoritären Maduro-Regierung vor, schon öfter Invasionsversuche inszeniert zu haben, um gegen die Opposition vorzugehen.

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Nicolas Maduro zeigt die Identitätskarten der beiden festgenommenen Amerikaner.  «Sie dachten, sie könnten wie Rambos nach Venezuela kommen und würden hier mit Applaus empfangen.»

Nicolas Maduro zeigt die Identitätskarten der beiden festgenommenen Amerikaner. «Sie dachten, sie könnten wie Rambos nach Venezuela kommen und würden hier mit Applaus empfangen.»

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Für den venezolanischen Präsidenten steht fest: «Donald Trump ist der direkte Chef dieser Invasion.»

Für den venezolanischen Präsidenten steht fest: «Donald Trump ist der direkte Chef dieser Invasion.»

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Ex-Specialforces-Soldat Luke Denman bei seiner Verhaftung an der venezolanischen Küste: «Ich dachte, ich helfe den Venezolanern, die Kontrolle über ihr Land wiederzuerlangen», sagte der gebürtige Texaner.

Ex-Specialforces-Soldat Luke Denman bei seiner Verhaftung an der venezolanischen Küste: «Ich dachte, ich helfe den Venezolanern, die Kontrolle über ihr Land wiederzuerlangen», sagte der gebürtige Texaner.

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Der US-Söldner Luke Denman erklärte im venezolanischen Staatsfernsehen, dass er bei einem angeblichen Invasionsversuch den venezolanischen Präsidenten Nicoás Maduro entführen sollte. Anfang Woche war er zusammen mit anderen Männern in einem Speedboot an der Küste des südamerikanischen Landes festgenommen worden.

Er sei Mitte Januar nach Kolumbien geflogen, wo er venezolanische Kämpfer ausbilden sollte, sagte er Denman in einem Video, das der venezolanische Fernsehsender VPI am Mittwochnachmittag (Ortszeit) ausstrahlte. Die Gruppe plante demnach, nach Caracas zu fahren, Venezuelas Hauptstadt «zu sichern» und Kontrolle über den internationalen Flughafen Simon Bolivar zu erlangen. Dann sollte Maduro festgenommen werden.

Denman gab weiter an, dass er mit der Sicherung des Flughafens beauftragt gewesen sei und dafür sorgen sollte, dass Maduro in eine Maschine gesetzt und in die USA geflogen werde. «Ich dachte, ich helfe den Venezolanern, die Kontrolle über ihr Land wiederzuerlangen», sagte der gebürtige Texaner. Zudem behauptete er, US-Präsident Donald Trump habe die Operation befehligt.

Luke Denman im venezolanischen Staatsfernsehen.

Pompeo: «Wären wir beteiligt gewesen, wäre es anders verlaufen»

Venezuela hatte am Montag vermeldet, Denman, den Amerikaner Airan Berry sowie 11 weitere Söldner festgenommen zu haben, die in Verbindung mit «terroristischen Aktionen» gegen Venezuela stünden. Weitere acht «Söldner-Terroristen» seien bei Kämpfen getötet worden.

Hinter der gescheiterten Aktion soll Medienberichten zufolge die von einem früheren US-Elitesoldaten geleitete Söldnerfirma Silvercorp USA stehen, die ihren Sitz in Florida hat. «Sie dachten, sie könnten wie Rambos nach Venezuela kommen und würden hier mit Applaus empfangen», so Maduro. «Doch die Venezolaner nahmen sie gefangen, fesselten sie und die Polizei musste einschreiten, damit ihnen nichts angetan wird.» Für den venezolanischen Präsidenten steht fest: «Donald Trump ist der direkte Chef dieser Invasion.»

US-Aussenminister Mike Pompeo wies eine direkte Beteiligung hingegen zurück. «Wenn wir an dieser Operation beteiligt gewesen wären, dann wäre sie anders verlaufen», sagte er. Falls es sich wirklich um US-Amerikaner handle, würde man aber alles daran setzen, sie zurückzubekommen.

Inszenierte Invasionsversuche

Kritiker werfen der autoritären Maduro-Regierung vor, schon öfter Invasionsversuche inszeniert zu haben, um gegen die Opposition vorzugehen. Tatsächlich stellte Maduro jetzt in Aussicht, den Oppositionspolitiker und Herausforderer Juan Guaidó festnehmen zu lassen, da er auch ihn hinter der gefloppten Operation vermutet. Guaido wies jede Beteiligung am Coupversuch von sich.

Die USA hatten Maduro im März aber auch des Drogenhandels angeklagt und eine Art Kopfgeld von 15 Millionen Dollar ausgesetzt. Die US-Regierung gehört zu den erbittertsten Gegnern Maduros.

Maduro ist seit 2013 in Venezuela an der Macht. Seither sind über 4,5 Millionen Menschen ausser Landes geflohen, um den vielen Engpässen, der Gewalt und der politischen Unsicherheit zu entkommen.

(SDA)

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