Nach Massaker im Irak: US-Soldat droht die Todesstrafe
Aktualisiert

Nach Massaker im IrakUS-Soldat droht die Todesstrafe

Ein US-Soldat ist wegen Vergewaltigung und Ermordung eines Mädchens und dessen Familie im Irak schuldig gesprochen worden. Dem 23-Jährigen droht nun die Todesstrafe.

Steven Dale Green sei nach Auffassung des Bundesgerichts in allen 17 Punkten der Anklage - darunter Mord, Vergewaltigung und Behinderung der Justiz - schuldig, sagten Gerichtssprecher am Donnerstag in Paducah (Kentucky).

Das Verbrechen, das Green und seine Kameraden im März 2006 in Mahmudija begangen haben sollen, hatte weltweit für Aufsehen gesorgt. Die insgesamt fünf Soldaten der 101. Luftlandedivision drangen in Mahmudija, 30 Kilometer südlich von Bagdad, in das Haus einer irakischen Familie ein.

Seine vier Kameraden vergewaltigten nacheinander die 14-jährige Tochter. Green brachte währenddessen deren sechsjährige Schwester und die Eltern in einen Nebenraum und erschoss die drei.

Anschliessend vergewaltigte er die 14-Jährige und erschoss sie ebenfalls. Um ihre Tat zu vertuschen, zündeten die Soldaten danach das Haus an.

Greens Komplizen wurden zu hohen Haftstrafen verurteilt. Anders als seine Kameraden wurde Green nicht vor ein Militärgericht gestellt, da die Tat erst nach seinem Ausscheiden aus der US-Armee bekannt geworden war. Das Verbrechen von Mahmudija hatte den ohnehin schon angeschlagenen Ruf der US-Streitkräfte im Irak weiter beschädigt.

(sda)

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