US-Soldaten entdeckten die Hinrichtungskerker
Aktualisiert

US-Soldaten entdeckten die Hinrichtungskerker

GIs haben im eroberten Falludscha 20 Verstecke entdeckt, in denen vermutlich Geiseln hingerichtet wurden.

«Gräuelstätten», nennt US-Offizier Jim West die entdeckten Kerker, in denen noch die blutverkrusteten Messer lagen, mit denen offenbar die Geiseln geköpft wurden. In einem Raum seien die ganzen Wände mit blutigen Handabdrücken bedeckt gewesen. Auch schwarze Hauben, mit denen die Entführten in den Videos vorgeführt wurden, lagen in den Verstecken.

Ein weiterer Fund legt die Vermutung nahe, dass es sich um die Folterkammern von Abu Musab al-Sarkawi handelt, der vor der Eroberung Falludschas noch aus der Stadt fliehen konnte: Es ist die schwarze Fahne mit einer gelben Sonne und den Worten Tawhid und Jihad (Einigkeit und Heiliger Krieg), die in verschiedenen seiner Geiselvideos zu sehen war. Auch der Maschendraht-Käfig, in dem der Brite Kenneth Bigley vor seiner Ermordung eingesperrt war, wurde entdeckt. Mit DNA- und Video-Analysen sollen die 34 Hinrichtungen jetzt restlos aufgeklärt werden.

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