Aktualisiert 23.10.2003 16:49

US-Soldaten fangen vor Bagdad Sprengstoff-Auto ab

Amerikanische Soldaten und irakische Polizisten haben möglicherweise einen neuen Autobomben-Anschlag in Bagdad verhindert.

Der arabische Fernsehsender El Dschasira berichtete unter Berufung auf die irakische Polizei, US-Soldaten und Iraker hätten am Morgen südlich der Hauptstadt ein Fahrzeug mit 50 Kilogramm Sprengstoff abgefangen. Nach der Festnahme der beiden Fahrzeuginsassen sei das Auto explodiert.

Bei einem Sprengstoffanschlag auf einen US-Konvoi in El Kaim nahe der syrischen Grenze wurde nach Informationen des Senders am Donnerstag ein Militärfahrzeug zerstört.

Im westirakischen El Chalidija demonstrierten unterdessen rund tausend Menschen für die Freilassung von drei Frauen, die vier Tage zuvor wegen des Verdachts der Beteiligung an Angriffen auf US- Soldaten festgenommen worden waren.

Amerikanische Soldaten sollen derweil in der irakischen Stadt Kerbela zwei Vertreter des radikalen Schiitenführers Muktada el Sadr festgenommen haben.

Die von schiitischen Geistlichen herausgegebene Zeitung «Al- Hawza» berichtete am Donnerstag, die beiden Männer seien am Dienstag von den US-Militärs am Eingang der Stadt angehalten und an einen unbekannten Ort gebracht worden.

Sie seien von Muktada el Sadr nach Kerbela geschickt worden, um mit anderen schiitischen Geistlichen darüber zu sprechen, wie weitere Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern verschiedener politischer und religiöser Führer in Kerbela verhindert werden könnten.

In der vergangenen Woche waren bei Gefechten zwischen den verfeindeten Gruppen in der für die Schiiten heiligen Stadt 30 Menschen verletzt worden. Mindestens ein Kämpfer starb. Die Besatzungsmacht verhängte ausserdem eine nächtliche Ausgangssperre, nachdem drei US-Militärpolizisten und zwei irakische Polizisten in der Stadt getötet worden waren.

(sda)

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