Aktualisiert

US-Staat gibt Katzen zum Abschuss frei

Da sträubt es manchem Tierfreund die Nackenhaare: Der US-Staat Wisconsin will die Katzenjagd einführen.

Eine Mehrheit der Bürger stimmte einer Initiative zu, die frei laufende Katzen ohne Halsbänder und mit «unfreundlichem» Verhalten nicht mehr gesetzlich vor Kleinwildjägern schützen will, wie US-Medien gestern berichteten.

Der Abstimmung ging eine heftige Debatte mit Katzenfreunden voraus. Die Befürworter der Massnahme machen geltend, die streunenden Tiere töteten zu viele Vögel. Die Gegner argumentieren, es gebe andere Mittel, um eine Ausbreitung der Katzen

zu kontrollieren. Es sei barbarisch,

auf sie zu schiessen. Und der Gouverneur von Wisconsin, Jim Doyle, sagte zur Zeitung «Chicago Sun-Times»: «Wisconsin darf nicht als Katzenjäger-Staat bekannt werden.» Die endgültige Entscheidung darüber liegt nun in den Händen des staatlichen Kongresses.

Nach Schätzungen leben in Wisconsin zwei Millionen streunende Katzen, die pro Jahr rund 39 Millionen Vögel töten.

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