Aktualisiert 05.08.2008 07:35

InnovativUS-Staat will mit Vier-Tage-Woche Energie sparen

Der US-Staat Utah geht einen drastischen Schritt fürs Energiesparen. Am Montag begann für Tausende Staatsbedienstete erstmals eine Vier-Tage-Woche. Die Regierung erhofft sich davon Einsparungen bis zu 20 Prozent.

Die neuen Dienstpläne bedeuten aber nicht weniger Arbeit: Statt bislang acht müssen die Beamten nun zehn Stunden am Tag arbeiten.

Die von Gouverneur Jon Huntsman erlassene Regelung gilt für 17 000 von insgesamt 24 000 Bediensteten. Erstmals in den USA bleiben damit in einem Staat die meisten Behörden freitags geschlossen. Ausnahmen sind die staatlichen Spirituosenläden, Hochschulen, Gerichte und Pflegeheime. Für Schulen sind in den USA die Gemeinden zuständig.

Nach einer Schätzung der Regierung in Salt Lake City könnten mit der Massnahme jährlich drei Millionen Dollar (zwei Millionen Euro) gespart werden. Geplant ist, die Lichter, Heizungen und Klimaanlagen in 1000 der insgesamt 3000 Regierungsgebäude freitags auszuschalten. Umfragen zufolge sind die betroffenen Angestellten mehrheitlich für die Regelung. Einige befürchten jedoch Schwierigkeiten bei Kinderbetreuung, Abendunterricht oder Freizeitgestaltung.

Die Energiekosten sind in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen. Auch in Deutschland wird es deswegen immer teurer, Gebäude zu beheizen. So rechnen Städte und Gemeinden jährlich mit Milliardenkosten, die auf sie wegen der hohen Preise zukommen. (dapd)

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