02.07.2020 15:13

Wer kriegt es zuerst?

US-Studenten feiern Corona-Partys

In Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama organisierten Studenten Corona-Partys. Dabei wurden bewusst Gäste eingeladen, die sich bereits mit dem Virus infiziert hatten.

von
Matteo Bonomo

In Tuscaloosa (USA) nahmen Studenten an Partys teil, obwohl sie positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Der örtliche Feuerwehrchef äusserte sich nun dazu.

(Video: Facebook)

Darum gehts

  • Studenten aus Tuscaloosa organisierten Partys, um sich mit dem Coronavirus anzustecken.
  • Es wurden bewusst Gäste eingeladen, die sich mit dem Virus infiziert hatten.
  • Wer nach der Party zuerst auf das Coronavirus positiv getestet wurde, war der Gewinner.

Wie «ABC News» berichtet, haben Studenten in Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama Partys organisiert, um sich mit dem Coronavirus anzustecken. Dabei wurden Gäste eingeladen, die sich bereits mit dem Virus infiziert hatten. Die Studenten sammelten während der jeweiligen Party Geld. Wer nach der Party zuerst auf das Coronavirus positiv getestet wurde, war der Gewinner und erhielt den gesamten Betrag.

Laut Randy Smith, Feuerwehrchef von Tuscaloosa, wurden seit einigen Wochen im Umkreis von Tuscaloosa solche Corona-Partys von Studenten organisiert. Welche Universität die Studenten besuchen und ob es für die einzelnen Personen Konsequenzen geben wird, wollte Smith nicht sagen. Auch ist unklar, ob sich jemand an einer dieser Partys tatsächlich infiziert hatte.

Man versuche nun solche Corona-Partys möglichst zu unterbinden, so Smith. Zudem verabschiedete der Stadtrat Stunden nach der Anhörung eine Verordnung, wonach Menschen in der Öffentlichkeit Gesichtsmasken tragen müssen.

In den USA schnellen die Corona-Zahlen mit einem Rekordwert von mehr als 50’000 Neuinfektionen an einem Tag in die Höhe. Die Johns-Hopkins-Universität meldete für Mittwoch rund 50’700 neuen Corona-Fälle. Schon in der vergangenen Woche hatte das Infektionsgeschehen stark angezogen, meist wurden mehr als 40’000 Fälle täglich verzeichnet.

Das sind mehr als beim bisherigen Höhepunkt der Pandemie im April und Mai. Besonders betroffen sind die Bundesstaaten Florida, Texas, Arizona, Georgia und Kalifornien. Insgesamt verzeichneten die USA, die mehr als 320 Millionen Einwohner haben, seit Beginn der Pandemie bisher mehr als 2,6 Millionen Infektionen und mindestens 128’000 Tote.

(SDA)

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