Aktualisiert 26.10.2010 09:41

Schwimmen

US-Verband untersucht Crippens Tod

Der amerikanische Schwimmverband hat eine eigene Untersuchung zum Tod des US-Langstreckenschwimmers Francis Crippen (26) am Weltcup in Fudschaira (VAE) angekündigt.

Der Verband will, wie er in einem Communiqué schrieb, vor allem die Ursachen und Hintergründe des Unfalls untersuchen, und «daraus Schlüsse ziehen, damit so etwas nicht ein weiteres Mal passiert». Crippen war am letzten Samstag zwei Stunden nach dem 10-km-Rennen von Tauchern leblos an der letzten Boje gefunden worden. Die Todesursache ist noch nicht geklärt. Am wahrscheinlichsten ist ein Hitzschlag oder eine Herzattacke. Am Tag vor dem Rennen hatte Crippen, der Dritte der letzten WM, beim Mannschaftsarzt des US-Teams über Unwohlsein geklagt.

Crippens Teamkollegin Christine Jennings wies derweil im Gespräch mit der «Washington Post» auf angeblich unzureichende Sicherheitsvorkehrungen in Fudschaira hin. Sie habe in dem viel zu warmen Wasser mit Schwindelanfällen und zeitweiliger Orientierungslosigkeit zu kämpfen gehabt. «Ich habe mich einige Male übergeben», sagte Jennings. Danach habe sie sich auf den Rücken gedreht und minutenlang vergeblich versucht, ein Begleitboot auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Jennings rettete sich aus eigener Kraft ins Ziel und wurde wegen eines Hitzschlags ins Spital eingeliefert.

Vor dem US-Verband hatte auch der Weltverband FINA eine Untersuchung des Falles eingeleitet.

(si)

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