Aktualisiert 15.10.2004 14:44

US-Wahlen: Bereits jetzt Flut von Betrugsvorwürfen

Die Wahlen in den USA sind noch zweieinhalb Wochen entfernt - aber schon jetzt gibt es eine Flut von Vorwürfen des Wahlbetrugs und der Wählereinschüchterung.

Wie US-Medien am Freitag berichteten, wurden auch bereits Klagen bei Gerichten eingereicht, um befürchtete Manipulationen und Benachteiligungen von Wählergruppen zu verhindern. Dies sei ein Vorgeschmack auf die Welle von Vorstössen, die im Fall eines sehr knappen Wahlergebnisses am 2. November drohten, erklärten Experten.

Wie es weiter heisst, kommen die Beschwerden sowohl von republikanischer als auch von demokratischer Seite, und auch unabhängige Gruppen haben sich zu Wort gemeldet.

Gemäss Zeitungsberichten wird beispielsweise einer von den Republikanern mit der Wählerregistrierung beauftragten Firma in Nevada vorgeworfen, Formblätter für demokratische Wähler in den Müll geworfen zu haben.

In Florida habe eine Gruppe die US-Bürgerrechtskommission gebeten, «Aktivitäten zur Unterdrückung des afroamerikanschen Votums» zu untersuchen. Gewerkschafter im Staat hätten zudem Klage gegen einen Beschluss in einem Wahlbezirk eingereicht, 10 000 Registrierungsblätter für unzulässig zu erklären.

In Denver (Colorado) prüft die Staatsanwaltschaft hunderte Formblätter, nachdem eine unerwartete Flut den Verdacht von Betrug erweckt hatte. In mehreren heiss umkämpften Staaten haben Republikaner den Verdacht geäussert, dass Anti-Bush-Gruppen auch Wähler registrierten, die gar nicht abstimmen dürften. (sda)

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