US5-Sänger Mikel rassistisch beschimpft
Aktualisiert

US5-Sänger Mikel rassistisch beschimpft

Michael «Mikel» Johnson von der Boygroup US5 ist nach eigenen Angaben in Berlin angepöbelt und als «Nigger» beschimpft worden.

Vier Muskelprotze mit schwarzen Wollmützen hätten ihn angepöbelt und unter anderem als «Nigger» beschimpft, berichtete der 19-Jährige Sänger und Tänzer in einem am Mittwoch veröffentlichten «Bravo»-Interview. Die Vier hätten ihn mit Sätzen wie «was machst du hier, Nigger?» und «geh' doch zurück nach Afrika!» vor einem Laden empfangen.

«Einer von ihnen kam auf mich zu, stellte sich vor mich hin und meinte: 'Ich hab dir doch gesagt, du sollst dich verpissen!'», erinnerte sich Mikel, der in Deutschland geboren und in Frankfurt am Main aufgewachsen ist. Auf einmal sei er von der Gruppe umzingelt worden: «Der eine hatte mich schon am Kragen gepackt.» Nur weil andere Leute stehen geblieben seien und das Geschehen beobachteten, sei nicht mehr passiert. «Da fehlte ihnen dann doch wohl der Mut, mich zusammenzuschlagen», erzählte er. Einer der Angreifer habe noch «Dich kriegen wir noch!» gedroht. «Vier gegen einen, wie mutig», kommentierte Mikel.

In der Schule habe er nie «fiese Drohungen oder so krasse Beschimpfungen» ertragen müssen, erinnerte sich der 19-Jährige. «Ich habe mich hier immer wohl und zu Hause gefühlt». Einfach nur wegen der dunklen Hautfarbe angemacht zu werden, sei für ihn neu.

Die fünfköpfige deutsch-amerikanische Boygroup US5 ist aus einem Castingwettbewerb hervorgegangen. (dapd)

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