USA: Auch nach der Irak-Wahl «harte Kämpfe»
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USA: Auch nach der Irak-Wahl «harte Kämpfe»

Der Chef des US-Zentralkommandos, John Abizaid, erwartet auch nach der Wahl am Sonntag im Irak «harte Kämpfe».

Dieser Meinung schloss sich in der Nacht auch US- Verteidigungsminister Donald Rumsfeld an.

Es sei zu erwarten, dass die Intensität der Anschläge durch Aufständische nach der Wahl entweder gleich hoch bleibe oder sogar noch leicht zunehme, sagte Rumsfeld am Mittwoch (Ortszeit) vor Journalisten in Washington.

In den Wochen nach dem Wahlgang könne es zu einer Phase der «Uneindeutigkeit und Turbulenz» kommen, da das demokratische System im Irak noch «nicht reif» sei.

Es sei davon auszugehen, dass «die Menschen, die den (Demokratisierungs-)Prozess zerstören wollen, weiter kämpfen und weiter hart kämpfen werden», hatte zuvor bereits Abizaid erklärt.

Aus Sorge um steigende Gewalt bei den Wahlen am Wochenende hat das US-Aussenministerium die US-Bürger vor Reisen in den Irak gewarnt. Aufständische würden ihr gewaltsames Vorgehen angesichts des Urnengangs am Sonntag voraussichtlich weiter verstärken.

Vier Tage vor den Wahlen war die Gewalt auch am Mittwoch wieder eskaliert: Rebellen griffen Parteibüros, Armeestellungen und Polizeistationen an und entführten offenbar drei Wahlhelfer.

Zudem starben insgesamt 36 US-Soldaten. Das sind mehr als je zuvor an einem einzigen Tag seit Kriegsbeginn. Von den 36 starben 31 Marineinfanteristen bei einem Helikopterabsturz im Westen des Landes.

(sda)

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