Wachsamkeit erhöht: USA befürchten «jederzeit» Angriff von Kim
Aktualisiert

Wachsamkeit erhöhtUSA befürchten «jederzeit» Angriff von Kim

Nordkorea hat zwei Raketen an die Ostküste verlagert und für einen möglichen Abschuss vorbereitet. Die USA und Südkorea erhöhen ihre Alarmbereitschaft.

von
jbu

In Erwartung eines möglicherweise bevorstehenden nordkoreanischen Raketenstarts sind die Streitkräfte Südkoreas und der USA in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Wachsamkeitsstufe der gemeinsamen Streitkräfte sei erhöht worden, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul am Mittwoch mit.

Nach Berichten südkoreanischer Medien verstärken beide Länder ihre militärische Aufklärung. Die Nachrichtenagentur Yonhap zitierte einen nicht namentlich genannten ranghohen Armeeangehörigen mit den Worten, es gebe klare Hinweise darauf, dass Nordkorea parallel Kurz- und Langstreckenraketen abfeuern könnte. Darunter seien auch Musudan-Raketen, die eine vermutete Reichweite von 3000 bis 3500 Kilometern haben.

Angriff jederzeit möglich

In Washington erklärte ein Regierungsmitglied, als Planungsgrundlage gehe die US-Regierung davon aus, dass Nordkorea zwei Raketen an die Ostküste verlagert habe und für einen möglichen Abschuss vorbereite.

Gemäss CNN erklärte das Regierungsmitglied, das aufgrund der heiklen Angelegenheit nicht namentlich genannt werden wollte, mit einem Angriff sei jederzeit zu rechnen. Man müsse davon ausgehen, dass Nordkorea nicht einmal wie üblich die See- und Luftfahrt über den Raketenabschuss informieren würde.

Das verdächtige Gebiet an der Ostküste sei nach Angaben des Pentagon fast die ganze letzte Woche von amerikanischen Satelliten überwacht worden, heisst es im CNN-Bericht weiter.

Zerstörungskraft der Raketen unklar

Nordkorea hat den USA mit einem Atomkrieg gedroht. Die weitreichenden Raketen könnten möglicherweise US-Stützpunkte im Pazifik erreichen. Allerdings ist weder klar, ob die Raketen atomar bestückbar sind, noch ob sie präzise genug sind, um eine US-Basis in grosser Entfernung zu treffen.

Am Dienstag hatte Nordkorea die in Südkorea lebenden Ausländer aufgefordert, das Land zu verlassen, um nicht in einen Krieg verstrickt zu werden. Zuvor kappte die Führung in Pjöngjang die letzte verbliebene Verbindung zum Süden durch die Schliessung der gemeinsam mit dem Süden betriebenen Sonderwirtschaftszone Kaesong auf nordkoreanischem Gebiet. (jbu/sda)

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