Späterer Rückzug: USA bleiben wohl länger im Irak
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Späterer RückzugUSA bleiben wohl länger im Irak

Angesichts der instabilen politischen Lage im Irak ziehen die USA ein langsameres Abzugstempo ihrer Soldaten in Erwägung.

Der Rückzug der ersten Welle werde vermutlich um vier Wochen verschoben, verlautete am Dienstag aus Regierungskreisen in Washington.

Gründe dafür seien die unklaren politischen Verhältnisse auch zwei Monate nach der Parlamentswahl und die wieder zunehmende Gewalt. Bei der blutigsten Anschlagserie im Irak seit Jahresbeginn kamen am Montag 119 Menschen ums Leben. Am schwersten traf es die mehrheitlich von Schiiten bewohnten Städte Hilla und Basra, wo es allein 80 Tote gab.

Mehr als einen Monat könnte der Rückzug aber nicht aufgeschoben werden, ohne das Ziel einer bis zum 31. August von 92.000 auf 50.000 Soldaten verringerten Militärpräsenz zu gefährden, hiess es weiter. Das Weisse Haus werde nun aufmerksam beobachten, ob der 31. August zu halten sei oder auch dieser Termin nach hinten geschoben werden müsse.

Ein Sicherheitsabkommen zwischen Bagdad und Washington schreibt den vollständigen Rückzug der US-Truppen bis Ende 2011 vor. Die Rückführung der US-Soldaten aus dem Irak war 2008 auch eines der zentralen Wahlkampfversprechen von Präsident Barack Obama. (dapd)

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