Handelskonflikt: USA erheben neue Strafzölle gegen China
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HandelskonfliktUSA erheben neue Strafzölle gegen China

Die USA und die EU haben sich darauf geeinigt, ihren Handelskonflikt beilegen zu wollen. Der Streit zwischen den USA und China eskaliert dagegen.

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US-Präsident Donald Trump drohte am 20. Juli 2018 im Interview mit CNBC damit, auf alle Importe aus China Strafzölle zu erheben.

US-Präsident Donald Trump drohte am 20. Juli 2018 im Interview mit CNBC damit, auf alle Importe aus China Strafzölle zu erheben.

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Anfang Juli waren zuletzt US-Strafzölle auf chinesische Importe im Wert von 34 Milliarden Dollar in Kraft getreten. Wenige Tage später kündigte Washington weitere Strafzölle auf Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar ab September an.

Anfang Juli waren zuletzt US-Strafzölle auf chinesische Importe im Wert von 34 Milliarden Dollar in Kraft getreten. Wenige Tage später kündigte Washington weitere Strafzölle auf Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar ab September an.

AFP
Im August folgt die zweite Tranche. Eine entsprechende Liste mit betroffenen Produkten sei fertiggestellt worden, teilte das Büro des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer (Bild) mit.

Im August folgt die zweite Tranche. Eine entsprechende Liste mit betroffenen Produkten sei fertiggestellt worden, teilte das Büro des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer (Bild) mit.

AP/Manuel Balce Ceneta

Im Handelskonflikt mit China wollen die USA am 23. August neue Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf Waren im Wert von rund 16 Milliarden Dollar erheben. Die Liste mit betroffenen Produkten sei fertiggestellt worden, teilte der Handelsbeauftragte von US-Präsident Donald Trump, Robert Lighthizer, am Dienstag (Ortszeit) in Washington mit.

Am 6. Juli waren bereits US-Zölle in Höhe von 25 Prozent auf chinesische Importe im Wert von rund 34 Milliarden US-Dollar in Kraft getreten.

Metalle, Chemikalien, Elektronik

Die neuen Zölle würden am 23. August wirksam werden, hiess es in der Mitteilung. Nach einer Überprüfung umfasse die Liste 279 der ursprünglich 284 vorgeschlagenen Produkte. Darunter sind etwa Metalle, Schmierstoffe, Chemikalien und Elektronik. Es ist die zweite Tranche von Strafzöllen, die die USA gegen China verhängen.

Als Vergeltung erhebt China inzwischen Sonderabgaben auf Autos aus den USA, aber auch auf landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Sojabohnen, Schweinefleisch, Rindfleisch und Molkereiprodukte. China zielt damit auf die Wählerschaft Trumps im ländlichen Raum ab.

Keine neuen Sonderzölle mit EU

Die USA und die EU hatten sich kürzlich darauf geeinigt, eine weitere Eskalation ihres Handelsstreits abzuwenden und vorerst keine neuen Sonderzölle zu verhängen. Beide Seiten wollen nun unter anderem Gespräche über die Abschaffung von Zöllen auf Industriegüter beginnen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker stellte Trump verstärkte Einfuhren von US-Soja in Aussicht. Amerikanische Landwirte mussten zuletzt wegen von China verhängten Zusatzzöllen starke Umsatzeinbussen fürchten.

Ein Ende der Eskalation im Handelsstreit der USA mit China ist hingegen nicht absehbar. Trump hatte Lighthizer am Mittwoch vergangener Woche angewiesen, eine Erhöhung der geplanten Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von rund 200 Milliarden US-Dollar von 10 auf 25 Prozent zu prüfen. Mit den bereits in Kraft getretenen Strafzöllen vom Juli und den für August angekündigten würden dann etwa die Hälfte aller Importe aus China mit Abgaben überzogen.

Zölle sogar für alle Importe?

Wegen des hohen Handelsdefizits der USA hat Trump auch damit gedroht, vielleicht sogar alle Importe aus China im Gesamtwert von 500 Milliarden US-Dollar mit Abgaben belegen zu wollen. Referenzjahr für diese Summe ist 2017. Die US-Liste für die Strafzölle im Wert von 200 Milliarden Dollar soll in den nächsten Wochen fertiggestellt werden. Die vorläufige Liste umfasst Konsumgüter wie Möbel und Lebensmittel. Am 5. September läuft eine Frist für Anhörungen dazu ab.

Am vergangenen Freitag hatte die Zollkommission des Staatsrates in Peking mitgeteilt, Sonderabgaben auf Importe aus den USA im Wert von 60 Milliarden US-Dollar erheben zu wollen, falls die USA wie geplant chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden US-Dollar mit Strafzöllen belegen sollten.

Furcht vor anderen Gegenmassnahmen

Die chinesischen Zölle sollen zwischen 5 und 25 Prozent betragen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Die chinesische Reaktion läge damit im Umfang deutlich unter den angedrohten Strafmassnahmen von Trump.

China kann Vergeltung mit eigenen Strafzöllen auf Importe aus den USA ohnehin nur begrenzt ausüben, weil die USA nur Waren für 130 Milliarden US-Dollar nach China ausführen. So fürchten US-Unternehmen, dass Peking ausser Zöllen auch zu anderen Gegenmassnahmen greifen könnte. (sda)

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