Aktualisiert 04.05.2018 20:44

Martin Winterkorn

USA erlassen Haftbefehl gegen Ex-VW-Chef

In den USA liegt jetzt ein Haftbefehl gegen den ehemaligen VW-CEO Martin Winterkorn vor. Auch in Deutschland droht dem Manager mächtig Ärger.

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VW muss in der Dieselaffäre eine Milliarde Bussgeld bezahlen, gab der Konzern am 13. Juni 2018 bekannt. (Archiv)

VW muss in der Dieselaffäre eine Milliarde Bussgeld bezahlen, gab der Konzern am 13. Juni 2018 bekannt. (Archiv)

Julian Stratenschulte
Dem Autobauer wird vorgeworfen, bei über 10 Millionen Fahrzeugen mittels Software Abgaswerte manipuliert zu haben. (Archiv)

Dem Autobauer wird vorgeworfen, bei über 10 Millionen Fahrzeugen mittels Software Abgaswerte manipuliert zu haben. (Archiv)

Julian Stratenschulte
Gegen VW laufen weitere Verfahren: Gegen CEO Matthias Müller wird ermittelt. (Archiv)

Gegen VW laufen weitere Verfahren: Gegen CEO Matthias Müller wird ermittelt. (Archiv)

AFP

Einen Tag nach der Anklage hat die Justiz in den USA Haftbefehl gegen den früheren VW-Chef Martin Winterkorn erlassen. Das bestätigte eine Justizsprecherin am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA.

Die USA wollen den früheren Topmanager des Autobauers wegen Betrugs im Abgasskandal zur Rechenschaft ziehen. Dem 2015 zurückgetretenen Vorstandsvorsitzenden wird ausserdem Verschwörung zum Verstoss gegen Umweltgesetze und zur Täuschung der Behörden vorgeworfen, wie aus der Klageschrift hervorgeht, die das zuständige Gericht in Detroit im US-Bundesstaat Michigan am Donnerstag veröffentlicht hatte.

Auch Ärger in Deutschland

In Deutschland ermittelt derweil die Staatsanwaltschaft Braunschweig unter anderem wegen Betrugsverdachts weiter gegen Winterkorn.

Ein Anwalt des inzwischen 70-Jährigen sagte am Freitag der DPA, man prüfe die Anklage und werde sich «zu gegebener Zeit äussern». Von Winterkorn selbst war keine Stellungnahme zu erhalten. (sda)

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