Aktualisiert 19.06.2015 07:02

Kampf gegen Islamischen StaatUSA finden nicht genug syrische Rebellen

Die USA wollen jährlich bis zu 5000 Syrer auf den Kampf gegen den Islamischen Staat vorbereiten. Bis jetzt haben aber gerade mal 200 Rebellen mit dem Ausbildungsprogramm begonnen.

von
chk
USA haben Mühe, genügend zu finden.: Syrische Rebellen. (Archivbild)

USA haben Mühe, genügend zu finden.: Syrische Rebellen. (Archivbild)

Das US-Militär kommt mit der Ausbildung von gemässigten syrischen Rebellen für den Kampf gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) nur langsam voran. 100 bis 200 syrische Rebellen haben das Ausbildungsprogramm in Lagern in Jordanien und der Türkei begonnen.

Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Steve Warren, informierte am Donnerstag in Washington über die Zahl der Teilnehmer. Die USA haben sich zum Ziel gesetzt, jährlich 5000 Kämpfer auszubilden. Der US-Kongress stellte zunächst 500 Millionen Dollar für Ausbildung und Aufrüstung der syrischen Rebellen bereit.

Den Angaben zufolge haben sich rund 6000 Syrer für die Ausbildung gemeldet, von denen aber erst 1500 die erste Hürde im Auswahlprozess genommen hätten.

US-Verteidigungsminister Ashton Carter hatte am Mittwoch bei einer Anhörung im Kongress gesagt, es sei schwierig, Freiwillige zu finden, die sowohl den moderaten Rebellen angehören als auch die IS-Miliz als vorrangigen Feind betrachten würden.

Der IS hatte im vergangenen Jahr Teile des Nordiraks und Syriens besetzt und begeht in den von ihm gehaltenen Gebieten Gräueltaten. Die USA fliegen seit Sommer 2014 gemeinsam mit Verbündeten Luftangriffe auf IS-Stellungen im Irak und in Syrien.

Für den Kampf am Boden setzt Washington auf die irakischen Streitkräfte, kurdische Verbände sowie die moderate Opposition gegen den syrischen Machthaber Bashar al-Assad. Der seit mehr als vier Jahren andauernde Bürgerkrieg in Syrien hatte den Aufstieg der extremistischen IS-Miliz begünstigt. (chk/sda)

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