USA findet Amnesty-Bericht «lächerlich»
Aktualisiert

USA findet Amnesty-Bericht «lächerlich»

Das Weisse Haus hat die Vorwürfe von Amnesty International (ai) über Menschenrechtsverletzungen durch die USA scharf zurückgewiesen.

«Die Vorwürfe sind lächerlich und entbehren jeder Grundlage», sagte der Sprecher des Weissen Hauses, Scott McClellan, am Mittwoch in Washington.

Die USA seien führend bei der Durchsetzung der Menschenrechte und verantwortlich für die Befreiung von 50 Millionen Menschen in Afghanistan und im Irak. «Wir haben weltweit dafür gearbeitet, Freiheit und Demokratie voranzubringen, so dass die Menschen Rechtssicherheit haben, (...) Minderheiten und Frauen ihre Rechte bekommen», so McClellan.

In ihrem Jahresbericht hatte ai Vorwürfe an die USA gerichtet, im Kampf gegen den Terrorismus den Begriff Folter aufgeweicht zu haben. Die Pseudo-Management-Sprache wie «Stresspositionen» oder «sensorische Manipulation» sei ein Verwässerung eines global anerkannten Folter-Begriffes, sagte ai-Generalsekretärin Irene Khan in London.

«Die USA als konkurrenzlose politische, militärische und wirtschaftliche Supermacht setzen den Ton für das Verhalten von Regierungen weltweit. Wenn das mächtigste Land der Welt Rechtsgrundsätze und Menschenrechte mit den Füssen tritt, gibt es damit anderen Ländern einen Freipass für Vergehen, die ungestraft bleiben», sagte Khan weiter.

(sda)

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