Flüchtlingselend in Pakistan: USA greifen Flüchtlingen unter die Arme
Aktualisiert

Flüchtlingselend in PakistanUSA greifen Flüchtlingen unter die Arme

US-Aussenministerin Hillary Clinton hat Pakistan mehr als 100 Millionen Dollar an Hilfen für Flüchtlinge aus dem heftig umkämpften Swat-Tal zugesichert. Die USA seien bei Bedarf zu weiteren Hilfen bereit, sagte Clinton in Washington.

Die Kämpfe der pakistanischen Armee gegen Taliban-Rebellen haben nach UNO-Angaben mehr als eine Million Menschen in die Flucht getrieben. Sie kommen zu den mehr als 500 000 Vertriebenen hinzu, die bereits bei früheren Kämpfen im Nordwesten des Landes ihre Heimatorte verlassen mussten.

Die Vereinten Nationen sprechen von einem der grössten Flüchtlingsströme der jüngsten Zeit. Mit der Hilfsankündigung übte Clinton Kritik an der bisherigen Politik der USA gegenüber Pakistan. Die Politik der vergangenen 30 Jahre könne nicht anders als «unzusammenhängend» bezeichnet werden, sagte Clinton.

US-Präsident Barack Obama hatte unlängst in seiner neuen Strategie für Afghanistan und Pakistan die wirtschaftliche Entwicklung in den Vordergrund gestellt.

Clinton erklärte, dass sie in Pakistan einen «nationalen Stimmungsumschwung» sehe, der sich gegen die Taliban richte. Dies sei aus Sicht der USA «ermutigend». Die Hilfen für Pakistan dienten «der Sicherheit der USA und der Sicherheit der Welt».

(sda)

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