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Kampf in SyrienUSA greifen verschiedene Extremisten-Gruppen an

Die USA greifen in Syrien neben der IS-Terrormiliz verstärkt auch andere Rebellengruppen an. Ein französischer Bombenbauer könnte dabei umgekommen sein.

Die USA

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Die USA haben ihre hauptsächlich auf die Terrormiliz Islamischer Staat ausgerichteten Luftangriffe in Syrien auf andere Extremistengruppen ausgeweitet. Dabei sei nahe der Stadt Sarmada ein ranghoher französischer Bombenbauer getroffen und möglicherweise getötet worden, sagten zwei Beamte des Pentagons am Donnerstag. Die Angriffe an der syrischen Grenze zur Türkei stellten die zweite Attacke auf den Al-Kaida-Ableger Nusra-Front dar, der in Syrien gegen die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad kämpft.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, mindestens sechs Nusra-Kämpfer seien getötet worden. Auch die Gruppe Ahra al-Scham sei angegriffen worden, was die Rebellen in einer Erklärung bestätigten. «Die Opfer sind unsere Leute, darunter Frauen und Kinder», hiess es in der Erklärung, die den USA vorwarf, mit den Angriffen lediglich dem Assad-Regime zu dienen. Es war das erste Mal seit dem Beginn der US-Operation in Syrien, dass die Luftschläge anderen Gruppen als dem IS oder der Nusra-Front galten.

Anlagen zum Bombenbau zerstört

Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums, Steve Warren, sagte, die Angriffe hätten fünf Zielen an zwei Orten gegolten. Sie hätten sich gegen die Extremistengruppe Khorasan gerichtet, «deren Fokus nicht auf einem Sturz des Assad-Regimes oder der Hilfe des syrischen Volkes» liegt, wie es vonseiten des US-Militärs hiess.

Einige Mitglieder der Gruppe hätten auch Verbindungen zur Nusra-Front, andere stünden der Al-Kaida, Ahra al-Scham oder weiteren Organisationen nahe, sagte Warren. «Sie (die Angriffe) galten der Chorasan-Gruppe. Wenn ein Terrorist Mitglied beider Gruppen (Khorasanund Ahra al-Scham) ist, mag das so sein.» Nach ersten Einschätzungen hätten die Angriffe mehrere Anlagen zum Bombenbau sowie Trainingsgelände, Fahrzeuge und Treffpunkte der Gruppe beschädigt oder gänzlich zerstört, hiess es am Donnerstag aus dem Pentagon.

Drei Bomben – keine Explosion

Eines der Ziele sei der Franzose David Drugeon gewesen. Seine Bombenbau-Fähigkeiten seien fast so besorgniserregend wie die von Ibrahim al-Assiri, einem Mitglied des jemenitischen Ablegers von Al-Kaida, erklärte einer der Beamten. Al-Assiri hatte drei Sprengsätze gebaut, die an Bord von Flugzeugen auf dem Weg in die USA geschmuggelt wurden. Doch keiner von ihnen detonierte.

Drugeon soll nach US-Angaben drei Jahre lang in Afghanistan und Pakistan gekämpft haben, bevor er nach Syrien ging. Das französische Innenministerium wollte die Berichte über eine Tötung oder Verletzung des Mannes nicht bestätigen.

Organisation mit Al-Kaida-Veteranen

Die Nusra-Front kämpft gegen Assad und die sunnitische Terrormiliz IS, die weite Teile des Iraks und Syriens unter ihre Kontrolle gebracht hat. Die USA stufen die Organisation als Terrorgruppe ein und werfen ihr vor, einer militanten Zelle Unterschlupf zu gewähren, die Anschläge gegen amerikanische und westliche Interessen geplant habe. Die syrische Opposition unterstützt und respektiert die Kämpfer dagegen, weil sie gegen Assads Regierungstruppen zu Felde ziehen.

Die Chorasan-Gruppe besteht nach US-Angaben aus Al-Kaida-Veteranen aus den Kriegen in Afghanistan und Pakistan, die nach Syrien reisten, um sich mit Kämpfern der Nusra-Front zu verbünden. Die Organisation plane Anschläge gegen den Westen, vermutet das Pentagon.

(sda)

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