Aktualisiert 28.02.2012 04:25

Abzug aus Afghanistan

USA halten an Zeitplan fest

Trotz der jüngsten Welle der Gewalt nach der Koranverbrennung in einem US-Militärlager will die US-Regierung an ihrem Afghanistan-Fahrplan festhalten.

«Wir können nicht vergessen, was unsere Mission ist - die Notwendigkeit, die Überbleibsel der Al-Kaida zu zerstören und zu besiegen», sagte der Sprecher des Weissen Hauses, Jay Carney, am Montag in Washington. Er wies darauf hin, dass die USA in den vergangenen Jahren bedeutende Fortschritte im Kampf gegen Al-Kaida gemacht hätten und keinen Grund sähen, ihre Afghanistan-Strategie zu ändern.

Nach der Ermordung von zwei US-Militärberatern im Kabuler Innenministerium am Samstag und Tagen tödlicher antiamerikanischer Proteste hatten US-Medien die Frage aufgeworfen, ob der bisherige US- Abzugszeitplan eingehalten werden könne. Die Regierung will die Sicherheitsoperationen bis Ende 2014 an die afghanischen Sicherheitskräfte übergeben.

«Tod für Amerika!»

Carney nannte die Serie von Gewaltaktionen gegen US-Soldaten tragisch, schrecklich und unentschuldbar. Er unterstrich aber zugleich das Ausmass der amerikanisch-afghanischen Zusammenarbeit. Es handle sich um «isolierte Vorfälle», und es bleibe wichtig, «Al- Kaida zu schlagen», sagte der Sprecher.

Auch Pentagonsprecher George Little erklärte, die jüngsten Ereignisse dürften nicht von den erzielten Fortschritten ablenken. Aussenamtssprecherin Victoria Nuland sagte, die USA arbeiteten mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai zusammen, «um zu versuchen, die Lage zu beruhigen». (sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.