Aktualisiert 08.03.2004 08:38

USA: Homo-Ehe bald auch in Seattle

Die Stadt Seattle im US-Staat Washington will die Eheverbindungen von homosexuellen Kommunalangestellten anerkennen. Sie will aber nicht selbst solche Trauungen durchführen.

Bürgermeister Greg Nickels erklärte, er wolle am Montag eine Anordnung unterzeichnen, wonach die homosexuellen Partner von städtischen Bediensteten dieselben Vergünstigungen erhalten sollen wie heterosexuelle Ehepartner. Dazu gehört etwa das Recht auf eine Mitversicherung für Krankheitsfälle.

Laut Nickels kann Seattle selbst keine Trauungen von Homosexuellen anbieten, weil im Staat Washington die Regionen und nicht die Städte für Eheschliessungen zuständig seien. Bei der Anerkennung von Versorgungsansprüchen gehe es jedoch um Fairness, Wenn Menschen sich für einander verantwortlich erklärten, sollen sie darin bestärkt werden - und zwar unabhängig von ihrer sexuellen Neigung. Nach eigenen Worten will Nickels deshalb auch durchsetzen, dass die homosexuellen Beschäftigten von Firmen, die städtische Aufträge erhalten, ebenfalls in den Genuss von Vergünstigungen kommen. Der regionale Vorsitzende der Christlichen Koalition, Rick Forcier, verurteilte die Pläne als Anarchie.

In den letzten Wochen haben vor allem San Francisco in Kalifornien sowie die Gemeinde New Paltz im Staat New York mit der amtlichen Anerkennung von homosexuellen Verbindungen Schlagzeilen gemacht. Im Staat Ohio liessen die Stadt Portland und die Gemeinde Multnomah Trauungen von Homosexuellen zu. (dapd)

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