Aktualisiert 03.12.2006 15:17

USA: Hunderttausende nach Schneesturm ohne Strom - 13 Tote

Der erste schwere Schneesturm des Winters in den USA hat mindestens 13 Menschen das Leben gekostet. Die Nationalgarde musste aufgeboten werden.

Die Nationalgardisten gingen am Wochenende nach massiven Stromausfällen in der Region St. Louis an der Grenze zwischen Missouri und Illinois von Tür zu Tür und stellten sicher, dass die Bewohner sich ausreichend gegen die Kälte wappneten und nicht vom Erfrieren bedroht waren.

Hunderttausende Haushalte in den beiden US-Staaten waren in der Nacht zum Sonntag noch ohne Strom, nachdem der Sturm über den Mittleren Westen hereingebrochen war. Von Texas bis Michigan zog der Wintersturm seine eisige Spur, bevor er in der Nacht zum Samstag auch den Nordosten der USA erreichte.

Hunderte Flüge fielen aus, erst im Laufe des Samstags normalisierte sich der Flugverkehr wieder einigermassen. In der Nacht zum Samstag steckten auf vereisten oder von umgestürzten Bäumen blockierten Strecken auch hunderte Zugpassagiere fest, viele Reisende wurden schliesslich in Bussen an ihr Ziel gebracht.

Der Sturm stürzte zahlreiche Bäume um, die teilweise auf Häusern und Autos aufschlugen. In Teilen der betroffenen Region fielen mehr als 30 Zentimeter Schnee. In einigen Gebieten von Missouri und Michigan wurden mehr als 40 Zentimeter gemessen.

In Missouri rief Gouverneur Matt Blunt bereits am Freitag den Notstand aus. In Kansas wurden 27 Bezirke zum Katastrophengebiet erklärt. In Chicago warnten Meteorologen davor, die eigenen Kräfte beim Schneeschaufeln zu überschätzen. Sie bezeichneten den besonders schweren und feuchten Schnee als «Herzinfarktschnee». (dapd)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.