USA im Irak: Sie schossen einfach drauflos
Aktualisiert

USA im Irak: Sie schossen einfach drauflos

Wie Filmaufnahmen beweisen, haben GIs im Irak hilflose Verwundete einfach abgeschossen. Die Armeespitze der USA will dazu keine Stellung nehmen.

Schüsse auf Verwundete – das ist nach der Genfer Konvention weder im Krieg noch in einer Besatzungssituation erlaubt. Doch wie ein Kurzfilm der Armee zeigt, ist dies am 1. Dezember 2003 nördlich von Bagdad geschehen.

Das Kriegsverbrechen geschah gemäss der «ARD» von einem Apache-Helikopter der 4. US-Infanteriedivision aus. Der Kampfheli nimmt drei Personen neben zwei Fahrzeugen ins Visier.

Über Funk erhält die Hubschrauber-Besatzung den Befehl, die Verdächtigen zu erschiessen. Die Soldaten gehorchen dem Befehl. Nach heftigen Feuersalven mit der 30-Millimeter-Kanone sind zwei Irakis tot, einer windet sich verletzt am Boden.

Dann geschiehts: Der Schütze im Apache-Heli fragt seinen Vorgesetzten an, ob er den Verwundeten auch erschiessen soll. Die Antwort über Sprechfunk kommt prompt: «Hit him – (erschiess ihn!)» Auf den Verwundeten hagelt eine Salve panzerbrechende Munition.

Einen zweiten Vorfall deckt der TV-Sender «CNN» auf. Gemäss «Focus Online» zeigt ein weiterer Film, wie US-Marines am 8. April 2003 bei einer Hausdurchsuchung einen bereits zuvor verwundeten Iraki erschiessen.

Danach sei auf dem Video Jubel der US-Soldaten zu hören.

Gemäss dem ARD-Magazin «Panorama» verweigert die US-Regierung zu diesen Verbrechen jegliche Stellungsnahme.

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