Aktualisiert 13.06.2014 03:22

Umstrittenes GefängnisUSA lassen zwölf Häftlinge in Afghanistan frei

Zwölf ausländische Häftlinge wurden aus dem umstrittenen Parwan-Militärgefängnis in Afghanistan entlassen. Präsident Obama will die Anstalt seit längerem schliessen.

Die US-Regierung hat zwölf ausländische Häftlinge aus dem umstrittenen Parwan-Militärgefängnis in Afghanistan entlassen. Ein Franzose, ein Kuwaiter und zehn Pakistaner seien im Mai in ihre Heimatländer gebracht worden, sagte ein US-Militärvertreter am Donnerstag.

Das US-Verteidigungsministerium habe den Kongress zehn Tage vorher über die Entlassung der Häftlinge informiert. Angaben zu den genauen Bedingungen der Haftentlassung machte der Militärvertreter nicht. Damit bleiben nun noch 38 Ausländer in der umstrittenen Strafanstalt.

Obama will Gefängnisse schliessen

In Parwan sind ähnlich wie im umstrittenen Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba Häftlinge inhaftiert, denen Verbindungen zu Terrorgruppen vorgeworfen werden. Da gegen sie aber nicht ausreichend Beweise vorliegen, um ihnen den Prozess zu machen, sind sie ohne Gerichtsurteil inhaftiert.

US-Präsident Barack Obama will beide Gefängnisse seit längerem schliessen, trifft dabei aber auf rechtliche und praktische Schwierigkeiten. Im Fall von Parwan haben die USA inzwischen die Verantwortung an die afghanische Regierung übergeben, bleiben aber weiter für die ausländischen Häftlinge zuständig. (sda)

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