USA: Mehr Suizide unter Teenies
Aktualisiert

USA: Mehr Suizide unter Teenies

Traurige Bilanz: Die Zahl der jungen Amerikaner, die ihrem Leben selbst ein Ende setzen, ist erstmals seit langem wieder deutlich angestiegen.

Nach den jüngsten Zahlen des Zentrums für die Kontrolle und Vorbeugung von Krankheiten (CDC) sind im Jahr 2004 insgesamt 1.985 US-Bürger im Alter bis 19 Jahren durch eigenen Entschluss aus dem Leben geschieden. Das sind 18 Prozent mehr als 2003. Zuvor war die Zahl der Selbstmorde von Kindern und Jugendlichen seit 1990 kontinuierlich zurückgegangen.

«Das sind sehr beunruhigende Nachrichten», sagte der Psychologie David Fassler von der Universität Vermont. Fassler und andere Psychotherapeuten sehen einen möglichen Zusammenhang in Warnungen der Arzneimittelbehörde vor der Verwendung von Antidepressiva durch Minderjährige. Die Zahl der Verschreibungen an Kinder und Jugendliche ist daraufhin zurückgegangen. Andere Psychologen erklärten jedoch, zunächst müsse eine detaillierte Auswertung der Selbsttötungen bei Jugendlichen abgewartet werden, ehe Schlüsse gezogen werden sollten. (dapd)

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