Asyl für Spion: USA nehmen «Grünen Prinzen» auf
Aktualisiert

Asyl für SpionUSA nehmen «Grünen Prinzen» auf

Ein ehemaliger Top-Agent im Dienste Israels bekommt Asyl in den USA. Der Palästinenser Mossab Hassan Jusef, Deckname «Grüner Prinz», dürfe im Land bleiben.

Mossab Hassan Jusef wird von Ruth Lefebvre, einer Freundin, umarmt nach der Anhörung vor dem Einwanderungsgericht in San Diego.

Mossab Hassan Jusef wird von Ruth Lefebvre, einer Freundin, umarmt nach der Anhörung vor dem Einwanderungsgericht in San Diego.

Mossab Hassan Jusef darf in den USA bleiben. Er müsse nur eine Routine-Überprüfung bestehen, entschied ein amerikanisches Einwanderungsgericht am Mittwoch. Der 34-Jährige hatte jahrelang die radikalislamische Hamas ausspioniert - zu deren Gründervätern sein Vater zählt. Jusef sorgte in seinem Heimatland für zusätzliches Aufsehen, weil er zum Christentum übertrat.

Das US-Heimatschutzministerium hatte im Februar 2009 einen Asylantrag Jusefs abgelehnt, weil er eine terroristische Gefahr darstelle. Daraufhin setzten sich knapp zwei Dutzend Kongressmitglieder und ein ehemaliger CIA-Direktor für ihn ein. Nun zog das Heimatschutzministerium seine Bedenken zurück. Die Gerichtsverhandlung dauerte deshalb nur 15 Minuten.

Jusef selbst rechnete bei einer Abschiebung mit seiner Ermordung. In seinen Memoiren mit dem Titel «Sohn der Hamas», die vor vier Monaten veröffentlicht wurden, beschrieb er sich als einer der wichtigsten Spione des israelischen Geheimdienstes Schin Bet. Der 34-Jährige floh vor drei Jahren aus dem Westjordanland in die USA. (dapd)

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