Aktualisiert 22.07.2006 09:21

USA rüsten den Nahen Osten auf

Die US-Regierung hat umfangreichen Waffenverkäufen an Länder im Nahen Osten zugestimmt. Die Waffen sollen nach Saudi-Arabien und Bahrain geliefert werden.

Saudi-Arabien solle Panzer-Ersatzteile und andere Rüstungsgüter aus US-Produktion für bis zu 276 Millionen Dollar erwerben dürfen, erklärte das Verteidigungsministerium am Freitag (Ortszeit). Das Geschäft werde die Sicherheit des Staates erhöhen.

Bahrain könne 180 Raketen vom Typ Javelin zum Gesamtpreis von maximal 42 Millionen Dollar erhalten. Schon am Donnerstag hatte sich das Pentagon dafür ausgesprochen, dass Saudi-Arabien für mehr als 6 Milliarden Dollar unter anderem Kampfhelikopter, gepanzerte Fahrzeuge und Funkgeräte kaufen kann.

Der Kongress hat nun 30 Tage Zeit, die Geschäfte zu blockieren. Von diesem Recht macht das Parlament aber nur selten Gebrauch.

Auch Frankreich will Saudi-Arabien Waffen in Milliarden-Höhe verkaufen. Zunächst sollen vor allem Helikopter und Versorgungsflugzeuge geliefert werden.

Der französische Staatspräsident Jacques Chirac und der saudische Verteidigungsminister Sultan Ibn Abdelasis haben in Paris eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.

Zudem wollen die beiden Länder in Verhandlungen über die Lieferung von französischen Rafale-Kampfflugzeugen, Unterseebooten und Leclerc-Panzern steigen, hatte ein Sprecher Chiracs am Freitag in Paris erklärt. Auf etwa drei bis vier Milliarden Euro hatten Experten allein den Wert der Helikopter und Flugzeuge berechnet. (sda)

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