USA rufen Asien zum Klimaschutz auf
Aktualisiert

USA rufen Asien zum Klimaschutz auf

Die Entwicklungshilfebehörde der USA hat die asiatischen Staaten zu gezielten Massnahmen für den Klimaschutz aufgerufen.

Als Beispiele nennt ein am Dienstag in Bangkok vorgestellter Bericht der U.S. Agency for International Development (USAID) den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien, eine verbesserte Effizienz von Kohlekraftwerken und die Umstellung auf Biokraftstoff.

Mit keinem Wort erwähnt werden hingegen konkrete Ziele für die Reduzierung von Treibhausgasen, wie sie Deutschland, die EU und Japan auf dem bevorstehenden G8-Gipfel in Heiligendamm vorgeschlagen haben. Fragen der Energieversorgung und des Klimawandels standen am Dienstag auch im Mittelpunkt des Aussenministertreffens der EU und 16 asiatischer Staaten auf der ASEM-Konferenz in Hamburg.

Wenn die asiatischen Länder keine Massnahmen für den Klimaschutz ergreifen, wird sich das Ausmass ihrer Emission von Kohlendioxid und anderen für die Atmosphäre schädlichen Gasen bis 2030 mehr als verdreifachen, heisst es in dem USAID-Bericht. Eine Kombination sinnvoller Einzelmassnahmen könne den Ausstoss hingegen um ein Viertel verringern.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisierte den USAID-Bericht, weil darin keine verbindlichen Grenzwerte genannt werden. Die USA müssten erst einmal ihre eigenen Probleme lösen, sagte Shailendra Yashwant von Greenpeace Southeast Asia. Die USA und Australien sind die einzigen Staaten, die das Klimaschutzprotokoll von Kyoto von 1997 nicht unterzeichnet haben. Damals setzten sich die Unterzeichner das Ziel, ihre Emissionen von Treibhausgasen bis 2012 um fünf Prozent unter das 1990 erreichte Niveau zu drücken. (dapd)

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