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Kampf gegen ISUSA schicken 1500 weitere Soldaten in den Irak

Barack Obama will noch härter gegen die Terrormiliz Islamischer Staat vorgehen. Deshalb verstärkt er seine Truppen im Kriegsgebiet.

Die USA verdoppeln im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ihre Truppenpräsenz im Irak. In den kommenden Monaten sollen dazu 1500 zusätzliche Soldaten in das Land verlegt werden, um irakische Sicherheitskräfte zu beraten und ausbilden.

An Kampfhandlungen sollen sie aber nicht teilnehmen, teilte Pentagonsprecher John Kirby am Freitag weiter mit. Über das Land verteilt sollen zahlreiche Ausbildungslager entstehen. Präsident Barack Obama bat den Kongress, 5,6 Milliarden Dollar für den Einsatz gegen den IS freizugeben. Unterdessen wird in der strategisch wichtigen nordsyrischen Stadt Aleppo die Lage für gemässigtere Rebellen immer bedrohlicher.

Schlechte Prognosen für Rebellen

Die Viertel unter Kontrolle der Regimegegner liefen Gefahr, von der Aussenwelt abgeschnitten zu werden, sagte ein Aktivist der Freien Syrischen Armee (FSA) mit dem Kampfnamen Abu Jazan al-Halabi der Nachrichtenagentur dpa.

Aleppo gilt im syrischen Bürgerkrieg als einer der strategisch wichtigsten Kriegsschauplätze. Regimetruppen greifen die oppositionellen Kräfte von mehreren Seiten an. Auch die Terrormiliz IS ist auf die Stadt vorgerückt.

Fachleute gehen davon aus, dass sich die gemässigteren Rebellen von einer Niederlage dort kaum erholen könnten. Die USA wollen diese Kräfte eigentlich aufrüsten und trainieren, damit sie gegen den IS vorgehen.

FSA fordert Luftabwehrwaffen

In Aleppo gab es am Freitag neue Kämpfe zwischen Regimegegnern und Militär, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete. Regimetruppen hätten im Norden von Aleppo Schlüsselpositionen eingenommen und zögen den Belagerungsring immer enger, sagte Abu Jazan.

Abu Jazan forderte von der internationalen Gemeinschaft, die FSA mit Luftabwehrwaffen auszurüsten. «Dass die Regimekräfte Flugzeuge einsetzen, macht den Unterschied», sagte er.

Der Präsident des oppositionellen Regionalrates von Aleppo, Abdul-Rahman Dadam, warf der internationalen Gemeinschaft vor, die Rebellen im Stich zu lassen.

Luftschläge in Aleppo

Mit Luftangriffen versuchten die USA und ihre Alliierten, die nordsyrische Stadt Kobane zu retten, sagte er und fragte: «Warum eilen sie nicht nach Aleppo und retten die Stadt davor, in die Hände es Regimes zu fallen?» Mit ihrem Schweigen erlaube die internationale Gemeinschaft (Präsidenten Baschar) al-Assad, das Töten fortzusetzen, sagte Dadam weiter.

Die US-Luftwaffe und ihre Verbündeten bombardieren seit mehreren Wochen IS-Stellungen in Syrien und im benachbarten Irak. Gegen die Truppen des syrischen Regimes gehen sie jedoch nicht vor, was unter den Rebellen auf scharfe Kritik stösst. Sie sehen in dem Assad-Regime ihren Hauptgegner.

Weitere Dörfer unter Kontrolle von Al-Nusra

Unterdessen brachte die radikale Al-Nusra-Front im Nordwesten Syriens mindestens drei weitere Dörfer unter ihre Kontrolle. Die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündete Miliz habe vom Westen unterstützte, gemässigtere Rebellen aus den Ortschaften Safhun, al-Futira and Hasarin am Rande der Stadt Idlib vertrieben, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Al-Nusra kontrolliere in Idlib inzwischen 70 Prozent der Fläche, die in den Händen von Aufständischen ist. (sda)

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