Schüsse auf Diplomaten: USA schliessen ihre Botschaft im Jemen
Aktualisiert

Schüsse auf DiplomatenUSA schliessen ihre Botschaft im Jemen

Nach den jüngsten Angriffen auf westliche Diplomaten in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa haben die USA ihre dortige Botschaft vorübergehend geschlossen. Die Lage soll laufend neu beurteilt werden.

Die US-Botschaft in Sanaa.

Die US-Botschaft in Sanaa.

Immer wieder werden westliche Diplomaten und Vertreter in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa angegriffen. Als Konsequenz daraus, haben die USA ihre dortige Botschaft vorübergehend geschlossen. Das gab eine Sprecherin des US-Aussenministeriums am Mittwoch in Washington bekannt.

Zudem verwies sie auf «Besorgnis erregende Informationen», die diese «Vorsichtsmassnahme» begründeten. Die Lage werde täglich neu evaluiert und die Botschaft wieder geöffnet, wenn dies möglich sei.

Schüsse im Diplomatenviertel

Ausländische Diplomaten werden in jüngster Zeit in Sanaa zunehmend das Ziel bewaffneter Angriffe. Erst am Montag war ein für die EU-Delegation tätiger Sicherheitsmann erschossen und ein weiterer verletzt worden. Beide Opfer waren Franzosen. Der Anschlag ereignete sich im Diplomatenviertel Hadda, einige hundert Meter von der französischen Botschaft entfernt.

Im April wurde ein deutscher Diplomat in der Nähe der deutschen Botschaft durch Schüsse verletzt, als er während eines Entführungsversuchs versuchte, den Angreifern zu entkommen. Im vergangenen Oktober wurde ein deutscher Sicherheitsbeamter der Botschaft in Sanaa getötet. (sda)

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