Washington: USA sieht Ermordung Foleys als «Terrorangriff»
Aktualisiert

WashingtonUSA sieht Ermordung Foleys als «Terrorangriff»

Das Weisse Haus sieht in dem grausamen Mord an einem US-Journalisten einen «Terrorangriff auf unser Land». Und die USA erklärt warum sie auch in Zukunft kein Lösegeld zahlen.

Washington hat die Enthauptung des US-Journalisten James Foley durch Dschihadisten als «Terrorangriff» auf die USA gebrandmarkt. Wenn jemand auf derart «entsetzliche Art und Weise getötet» werde, sei das ein «Terrorangriff auf unser Land und auf einen amerikanischen Staatsbürger», sagte der stellvertretende Sicherheitsberater von US-Präsident Barack Obama, Ben Rhodes, am Freitag.

Gleichwohl seien Lösegeldzahlungen «nicht die richtige Politik», fuhr Rhodes fort. Terrororganisationen würden auf diese Weise ansonsten von den USA «mit finanziellen Mitteln ausgestattet», sagte er. Damit bestätigte der Sicherheitsberater den seit langem von Washington betriebenen Umgang mit Lösegeldforderungen nach Entführungen.

Foley war im November 2012 in Syrien verschleppt worden. Seine Entführer verlangten offenbar ein Lösegeld in Höhe von 100 Millionen Euro. Am Dienstag hatte die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) schliesslich ein Video ins Internet gestellt, das die Enthauptung Foleys zeigt. Washington stufte die Aufnahmen später als echt ein. (sda)

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