Coronavirus: USA sitzen auf Millionen ungenutzter Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs
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CoronavirusUSA sitzen auf Millionen ungenutzter Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs

Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca hat nicht nur in Europa einen schweren Stand. Auch in den USA ist die Nachfrage für das Vakzin klein. Millionen von Impfdosen sollen ungenutzt herumliegen.

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Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca kommt in der USA nicht gut an. Millionen von Impfdosen liegen laut der New York Times ungenutzt herum. Washington überlege sich nun, Impfdosen an andere Länder abzugeben.

Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca kommt in der USA nicht gut an. Millionen von Impfdosen liegen laut der New York Times ungenutzt herum. Washington überlege sich nun, Impfdosen an andere Länder abzugeben.

Wire/DPA/Adam Schultz/White House via Planet Pix via ZUMA
Andere Länder sollen bereits bei den USA angefragt haben, ob sie die ungenutzten Impfdosen für sich nutzen können. Der US-Präsident Joe Biden hat diese Bitte bis jetzt abgelehnt.

Andere Länder sollen bereits bei den USA angefragt haben, ob sie die ungenutzten Impfdosen für sich nutzen können. Der US-Präsident Joe Biden hat diese Bitte bis jetzt abgelehnt.

REUTERS/Tom Brenner
Das Bild zeigt eine Impfdosis von AstraZeneca gegen Covid-19.

Das Bild zeigt eine Impfdosis von AstraZeneca gegen Covid-19.

AFP/Joel Saget

Darum gehts

  • Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca kommt in den USA nicht gut an.

  • Laut der New York Times gibt es Millionen ungenutzte Impfdosen des Corona-Vakzins.

  • Nun wird in Washington darüber diskutiert, die Impfdosen an andere Länder abzugeben.

In den USA haben sich einem Zeitungsbericht zufolge Millionen ungenutzte Dosen des Corona-Impfstoffes von AstraZeneca angesammelt. Hintergrund ist nach einem Bericht der «New York Times» unter anderem, dass die Ergebnisse der klinischen Studien in den USA noch nicht vorliegen. Das britisch-schwedische Unternehmen habe auch noch keine Notfallzulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragt.

Allein 30 Millionen Impfdosen seien bereits in einer Anlage im Bundesstaat Ohio abgefüllt, weitere Dutzende Millionen Dosen in einem Labor in Maryland produziert worden, schrieb die Zeitung. Der grosse Vorrat an diesem bereits in mehr als 70 Ländern zugelassene Impfstoff habe zu einer Diskussion in Washington darüber geführt, ob dieser nicht an andere Länder abgegeben werden solle, die ihn mehr benötigten.

Auch in anderen Ländern hat die Corona-Impfung von AstraZeneca einen schweren Stand. Der dänische Gesundheitsminister verkündete über Twitter, dass die Verwendung von AstraZeneca-Impfstoff bis auf Weiteres eingestellt wird. Zu einem ähnlichen Schritt griffen auch Österreich und Norwegen. Thailand entschied sich ebenfalls dazu, Impfungen mit dem Vakzin von AstraZenece vorerst zu unterlassen.

USA überlegt, Impfdosen an andere Länder abzugeben

«Andere Regierungen sollen sich bezüglich Spenden von AstraZeneca-Dosen an die US-Regierung gewandt haben. Wir haben die US-Regierung gebeten, diese Anfragen sorgfältig zu prüfen», zitierte die «New York Times» einen Unternehmenssprecher. Auch einige Gesundheitsbeamte in den USA hätten angeregt, Impfdosen an Brasilien, Grossbritannien oder die EU zu schicken. Bislang habe die Regierung von Präsident Joe Biden diese Bitten abgelehnt.

Biden hat gerade angekündigt, die Staffelung nach Impfgruppen aufzuheben und Impfstoffe bis spätestens 1. Mai für alle Erwachsenen in den USA freigeben zu lassen. Bei seiner ersten grossen TV-Ansprache am Donnerstagabend stellte er den Amerikanern in Aussicht, zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli wieder in kleinen Gruppen zusammenkommen und feiern zu können.

In den Vereinigten Staaten, die rund 330 Millionen Einwohner zählen, schreitet die Impfkampagne rasch voran. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC hat inzwischen fast jeder vierte Erwachsene mindestens eine Impfstoff-Dosis verabreicht bekommen. In den USA sind bislang die Impfstoffe von Johnson & Johnson, Biontech/Pfizer und Moderna zugelassen.

Anthony Fauci ist schockiert

Landesweit meldeten die US-Behörden für den Donnerstag knapp 60’800 neue Corona-Fälle und 1463 Tote, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore vom Freitagmorgen (MEZ) hervorging. Bislang haben sich in den USA mehr als 29,2 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 530’000 starben.

Im Rückblick auf das vergangene Jahr sagte der renommierte US-Immunologe Anthony Fauci, er habe nicht damit gerechnet, dass die Zahl der Corona-Toten in den USA so hoch sein würde. «Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, es hatte mich völlig schockiert», sagte er am Donnerstag dem Sender NBC. Diese Entwicklung sei sehr stark von der «Spaltung» im Land geprägt gewesen.

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BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

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Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

(DPA/mur)

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