USA: USA sollen Atomwaffen aus Grossbritannien abgezogen haben

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USAUSA sollen Atomwaffen aus Grossbritannien abgezogen haben

Die USA haben laut einem Bericht der unabhängigen Organisation FAS nach mehr als 50 Jahren alle ihre Atomwaffen aus Grossbritannien abgezogen.

Ein Gewährsmann in Regierungskreisen, der namentlich nicht genannt werden wollte, bestätigte dies gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Die Föderation Amerikanischer Wissenschaftler (FAS) hatte zuvor berichtet, die 110 Atombomben, die auf dem Luftwaffenstützpunkt Lakenheath nordöstlich von London einst gelagert waren, seien nicht mehr da. Wann die abgezogen wurden, sei unklar.

Die Regierungen der USA und Grossbritanniens wollten zu dem Bericht nicht Stellung nehmen. Zu Atomwaffen würden generell keine Einzelheiten genannt, hiess es. Mit dem geheimen Abzug der Atomwaffen hätten die USA und Grossbritannien eine Chance verpasst, ihr Image in Fragen der Atomwaffen in der Welt zu verbessern, kritisierte die FAS. Die USA hätten aber noch auf weiteren Stützpunkten in Europa und der Türkei Atomwaffen gelagert, darunter auch in Deutschland. Insgesamt seien es schätzungsweise 150 bis 240 Atombomben.

Der Abzug der Atombomben aus Grossbritannien dürfte den politischen Druck in den anderen Ländern verstärken, dass dies auch dort geschieht. Die Atomwaffenlager in Europa entsprechen in vielen Fällen nicht den Sicherheitsanforderungen des US-Verteidigungsministeriums, wie ein kürzlich bekanntgewordener interner Bericht der US-Luftwaffe ergeben hatte. (dapd)

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