Devisenkäufe der SNB: USA stufen Schweiz als Währungsmanipulator ein
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Devisenkäufe der SNBUSA stufen Schweiz als Währungsmanipulator ein

Das US-Finanzministerium mag es gar nicht, wenn grosse Handelspartner mit ihrer Wechselkurspolitik grosse Handelsungleichgewichte schaffen. Die SNB hält dennoch an ihrer Geldpolitik fest.

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Die Schweiz ist laut USA eine Währungsmanipulatorin. 

Die Schweiz ist laut USA eine Währungsmanipulatorin.

Baikonur
Die Schweiz habe in der jüngsten Untersuchung, wie auch Vietnam, alle drei Kriterien zur Beurteilung externer Ungleichgewichte im Handel mit den USA und unfairer Währungspraktiken erfüllt, schreibt das US-Treasury.

Die Schweiz habe in der jüngsten Untersuchung, wie auch Vietnam, alle drei Kriterien zur Beurteilung externer Ungleichgewichte im Handel mit den USA und unfairer Währungspraktiken erfüllt, schreibt das US-Treasury.

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Darum gehts

  • Der USA sind die Devisenkäufe der SNB ein Dorn im Auge.

  • Gemäss einem Bericht erfüllt die Schweiz neu alle Kriterien, die von den USA als Indiz für Währungsmanipulation herangezogen werden.

  • Die SNB hält an ihrem geldpolitischem Ansatz fest.

Die USA behalten die Schweizer Währungspolitik und damit die Devisenkäufe der SNB kritisch im Auge und stuft die Schweiz zusammen mit Vietnam als Währungsmanipulatoren ein. Gemäss einem am Mittwochnachmittag vom US-Schatzamt publizierten Bericht erfüllt die Schweiz neu alle Kriterien, die von der Behörde als Indiz für Währungsmanipulation herangezogen werden.

Die Schweiz habe in der jüngsten Untersuchung, wie auch Vietnam, alle drei Kriterien zur Beurteilung externer Ungleichgewichte im Handel mit den USA und unfairer Währungspraktiken erfüllt, schreibt das US-Treasury. Die US-Behörde werde nun mit beiden Ländern die Konsultationen rund um die Geld- und Währungspolitik noch vertiefen.

Zehn Länder auf Überwachungsliste

Das Ziel der Gespräche sei es, offene Fragen zu den Ungleichgewichten im Aussenhandel anzugehen, schreibt das Treasury weiter. Diese Folgen könnte die jüngste Schätzung des US-Schatzamts für die Schweiz haben.

Die SNB hält trotz der Einstufung der USA, die Schweiz sei ein Währungsmanipulator, an ihrem geldpolitischen Ansatz fest. Man sei weiterhin bereit, verstärkt am Devisenmarkt zu intervenieren.

Zehn weitere Länder werden auf einer «Überwachungsliste» des US-Amtes aufgeführt, deren Währungspraktiken eine genaue Beobachtung erfordern. Dazu gehören neben Deutschland auch Italien, China, Japan, Korea, Singapur, Malaysia, Taiwan, Thailand und Indien.

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(SDA)

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