Aktualisiert 04.02.2013 10:59

See-Manöver

USA und Südkorea starten Militärübung

Im Japanischen Meer haben die USA und Südkorea drei Tage lang vor, ihre Streitkräfte zu testen. Die Übung sei bereits vor dem von Nordkorea angekündigten Atomtest beschlossen worden.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Atomtestdrohung Nordkoreas haben die USA und Südkorea am Montag ein gemeinsames See-Manöver begonnen. Die auf drei Tage angesetzte Militärübung findet im Japanischen Meer nahe der südkoreanischen Hafenstadt Pohang statt.

An der Übung ist nach Angaben aus Seoul auch ein Atom-U-Boot der USA beteiligt. Dem südkoreanischen Militär zufolge dient die Übung dazu, die gemeinsame Einsatzbereitschaft vor dem Hintergrund potenzieller Gefahren aus Pjöngjang zu testen.

Die Übung sei jedoch bereits vor dem von Nordkorea angekündigten erneuten Atomtest geplant gewesen. Das Land reagierte damit auf die im UNO-Sicherheitsrat verhängten Sanktionen wegen des Tests einer Langstreckenrakete im Dezember. (sda)

Aussenminister-Trio um Kerry warnt Nordkorea vor «Provokationen»

Im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm haben die Chefdiplomaten der USA, Japans und Südkoreas deutliche Warnungen an Pjöngjang gerichtet. In einem Konferenzgespräch mit seinem japanischen Amtskollegen Fumio Kishida und dem Südkoreaner Kim-Sung Hwan erklärte der neue US-Aussenminister John Kerry am Sonntag (Ortszeit), dass Nordkorea «mit erheblichen Konsequenzen der internationalen Gemeinschaft rechnen muss, wenn es seine provokativen Aktionen fortführt», wie der US-Sender CNN berichtete.

Zuvor habe Nordkoreas Staatsführer Kim Jong Un am Sonntag laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA im zentralen Militärausschuss «eine wichtige Entscheidung» zur Stärkung seines Landes getroffen. Das gibt Spekulationen Auftrieb, dass ein weiterer Atomwaffentest Nordkoreas bevorsteht, mit dem sich das Regime in Pjöngjang den Weg zur nuklearen Bombe eben könnte.

Nordkorea nahm bereits 2006 und 2009 unterirdische Kernwaffentests vor. Bei einer Militärparade im vergangenen April waren Flugkörper zu sehen, bei denen es sich augenscheinlich um Interkontinentalraketen handelte. Experten gehen jedoch davon aus, dass Pjöngjang weitere Atomwaffentests unternehmen muss, um die Gefechtsköpfe soweit zu verkleinern, dass sie von Langstreckenraketen getragen werden können.

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